Gesundheit & Fitness, Mobilität

Altersgerechtes Zuhause

Ältere Frau fährt mit einem Treppenlift

Altersgerechtes Zuhause – Wie wichtig ist Barrierefreiheit?

Im Laufe unseres Lebens müssen wir viele Hürden nehmen. Solche Hürden zeigen sich zum Beispiel durch körperliche Beeinträchtigungen, die entweder schon seit dem Kindesalter bestehen, im Erwachsenenalter durch eine Erkrankung erworben werden oder letztlich mit fortschreitendem Alter auf uns zu kommen.

Um dennoch ein langes, selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld zu erleben, muss entweder frühzeitig an ein altersgerechtes Zuhause gedacht oder das langjährige Heim den neuen, veränderten Bedingungen angepasst werden. Nicht selten ist letzteres der Fall und es stellen sich plötzlich die Fragen, welchen Bedingungen ein altersgerechtes Zuhause gerecht werden muss und wie ein Umbau finanziert werden kann.

Zuschussmodelle für ein altersgerechtes Zuhause

Für alle, die altersgerecht und barrierefrei bauen oder umbauen wollen, gibt es eine gute Nachricht: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Zuschussmöglichkeiten. So beträgt der Investitionszuschuss für „Altersgerechtes Umbauen“ bei Einzelmaßnahmen bis zu acht Prozent pro Wohneinheit und bis zu 4.000 Euro. Für gebündelte Maßnahmen sind hingegen sogar bis zu 10 Prozent und maximal 5.000 Euro möglich.

Zuschussmodelle für altersgerechtes Wohnen

Geht es beim Umbau vornehmlich um die Reduzierung von Barrieren, kann der KfW-Zuschuss flexibel mit anderen Förderprogrammen wie dem „Energieeffizienten Sanieren“ oder dem Einbruchsschutz kombiniert werden. So sind bei einem Umbau bis zu 6.250 Euro Bezuschussung möglich. Mit dieser Unterstützung ist eine Vielzahl wohnumfeldverbessernder Baumaßnahmen realisierbar. Es gilt nur noch herauszufinden, welche Veränderungen für welches Umfeld nützlich und notwendig sind.

Wohnumfeldberatung: barrierefrei bauen und sorgenfrei leben

Die eigene Wohnung altersgerecht zu gestalten, umfasst viele Bereiche und Aufgaben. Es ist äußerst sinnvoll, schon an bauliche Veränderungen zu denken, wenn sich abzeichnet, dass die Mobilität der Bewohner in naher Zukunft eingeschränkt sein wird. Bei allen Planungen sollte vor allem die Barrierefreiheit der Wohnung an erster Stelle stehen, um sie im Ernstfall für Gehhilfen oder für den Umgang mit einem Rollstuhl geeignet zu machen. Eine barrierefreie Wohnung sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Ebenerdig gelegen oder per Treppenlift/ Aufzug erreichbar
  • Großzügiger Schnitt ohne verwinkelte Zimmer
  • Ausreichend großes Bad und Schlafzimmer
  • Angepasste Sanitäranlagen (rollstuhlgerecht, ebenerdig)
  • Stufen- und schwellenlos
  • Mindestens 80 Zentimeter breite Türen

Für ein altersgerechtes Zuhause ist auch die Inneneinrichtung und Ausstattung des Wohnraums wichtig. Eine zu enge Möblierung sollte vermieden und es sollten nur sichere und standfeste Möbel angeschafft werden. Auch der Einbau von Liftsystemen, Treppenliften, Stütz- und Haltegriffen und weitere alltagserleichternde oder krankheitsspezifische Mittel können sinnvoll sein.

Das Team vom Online Sanitätshaus Alippi bietet Betroffenen und ihren Angehörigen zu diesen Themen Unterstützung in Form einer umfassenden Wohnumfeldberatung. Unsere geschulten Mitarbeiter beraten gern vor Ort und informieren auch über mögliche Finanzierungsformen.

Wie kann ein barrierefreies Bad aussehen?

Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung halten 70 % der Bevölkerung ihr Badezimmer für das Wohnen im Alter für mehr oder weniger ungeeignet. Demnach sind die allermeisten Bäder nicht barrierefrei oder rollstuhlgeeignet. Deshalb wird in vielen Fällen ein nachträglicher Badumbau oder ein Umzug, manchmal sogar in eine Pflegeeinrichtung, notwendig. Denn ein barrierefreies Bad ist ein zentrales Merkmal eines altersentsprechenden Heims.

Toilette mit Hilfsmitteln für Senioren oder Menschen mit Handicap

Dass die tägliche Hygieneroutine wie das Duschen oder der Toilettengang nicht zur Mammutaufgabe werden, hat bei einem Badumbau oberste Priorität. Dabei muss zum Beispiel auf ausreichend freie Bewegungsfläche, eine bodengleiche Dusche oder eine Einstiegshilfe für die Badewanne und ein Waschbecken für Rollstuhlnutzung geachtet werden. Ein höhenverstellbarer Waschtisch ohne Unterbau ist als unterfahrbares Modell besonders geeignet.

Vom Duschhocker über Haltegriffe bis hin zu einfach bedienbaren Armaturen mit langen Hebelarmen existieren viele innovative Badeinrichtungen und Lösungskonzepte – man muss sie nur nutzen.

 

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