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Bettlägerigkeit: Worauf muss geachtet werden?

Bettlägeriger Mann mit Pflegerin

Bettlägerigkeit ist oft die Folge einer schweren Erkrankung, eines Unfalls oder eines Sturzes, stellt in vielen Fällen aber das Ende eines aus mehreren Phasen bestehenden Prozesses dar, in dem der Betroffene immer bewegungsunfähiger wird. Am Ende kann der Patient das Bett nicht mehr aus eigener Kraft verlassen und verbringt dort den Großteil des Tages. Damit einher geht der Verlust der Eigenständigkeit, der Betroffene ist komplett auf fremde Hilfe und Versorgung angewiesen.

Folgen der Bettlägerigkeit

Dauerhafte Bettlägerigkeit wirkt sich zum einen auf die psychische Verfassung des Patienten aus: von gedrückter Stimmung bis hin zu Depressionen. Zum anderem begünstigt die Bewegungsunfähigkeit die Entstehung weiterer körperlicher Erkrankungen:

  • Muskelschwund
  • Verstopfung
  • Atemprobleme bis hin zu Pneumonie
  • geschwächtes Immunsystem
  • Thrombosen
  • Dekubitus u.a.

Therapiemöglichkeiten für bettlägerige Patienten

Sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für seine Angehörigen, gerade wenn sie die häusliche Pflege übernehmen, ist die Bettlägerigkeit mit einer enormen Belastung verbunden. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, worauf bei bettlägerigen Personen geachtet werden muss. Zudem stellen wir Ihnen Pflegetipps und Hilfsmittel vor, um allen Beteiligten die Situation zu erleichtern.

Im Vordergrund der Pflege sollte bei Bettlägerigkeit die Mobilisation des Patienten stehen, d. h. er muss ständig zur Bewegung animiert werden, um Muskeln, Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung zu halten. Gelingt ihm das nicht mehr aus eigener Kraft, kann dies mittels Physiotherapie erfolgen. Um dem Pflegebedürftigen und den Pflegenden die Immobilität und Bettlägerigkeit so angenehm wie möglich zu gestalten sowie deren Folgen abzumildern, stehen im Sanitätsbereich zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung.

Frau wird massiert

Dekubitus bei Bettlägerigkeit vorbeugen

Wenn der Betroffene das Bett nur noch in Ausnahmefällen verlässt, gilt es den möglichen Folgekrankheiten mit einer prophylaktischen Lagerung entgegenzuwirken. Dazu sollte eine möglichst große Fläche des Körpers auf dem Untergrund gelagert werden. Eine gleichmäßige Druckverteilung verhindert die Ausbildung von Dekubitus – Geschwüre, die nur schlecht wieder abheilen – oder mindert sie zumindest ab.

Sowohl zur Prophylaxe als auch zur Therapie empfiehlt sich zudem die Verwendung einer speziellen Matratze. Anti-Dekubitus-Matratzen verringern den Auflagedruck und beugen damit den Geschwüren vor. Gleichzeitig verschaffen sie in der häuslichen Alten- und Krankenpflege dem Pflegenden Entlastung, weil die  regelmäßige Umlagerung des Patienten entfällt.

Ergonomische Körperhaltung bei Bettlägerigkeit unterstützen

Mit entsprechenden Kissen und Decken kann man zudem für eine ergonomische Körperposition des Bettlägerigen sorgen: Ein Nackenkissen sichert die Halswirbelsäule des Pflegebedürftigen optimal ab und beugt so Verspannungen vor. Gleichzeitig trägt es zu einem gesunden und erholsamen Schlaf bei. Ein Bein-Zwischenpolster entlastet die Knie des Patienten von Druck und verschafft den entsprechenden Körperpartien in der Seitenlage Entlastung.

Bei dauerhafter Bettlägerigkeit kann sich auch die Anschaffung eines professionellen Pflegebettes als lohnenswert erweisen. Ein Pflegebett erleichtert durch die vielseitigen Verstellmöglichkeiten und das Anpassen der Liegefläche einerseits die Pflege und erweitert andererseits den Handlungsspielraum der bettlägerigen Person, die sich so je nach Zustand wieder selbstständig aufsetzen kann.

Selbstständigkeit für den Pflegebedürftigen

Ein Bestelltisch erweist sich in der häuslichen Pflege als unverzichtbares Hilfsmittel bei Bettlägerigkeit. So dient er als Ablagefläche für Zeitschriften oder Getränke in greifbarer Nähe des Patienten. Durch seine zahlreichen Einstellungen kann der der Pflegebedürftige in Abhängigkeit von seinem Gesundheitszustand seine Mahlzeiten direkt am Bett einnehmen und wird damit unabhängiger vom Pflegepersonal. Zudem dient ein Beistelltisch auch bei der Versorgung als praktisches Hilfsmittel, die Wundversorgung und die Körperpflege – beispielsweise mit einem mobilen Waschbecken – wird zu großen Teilen unmittelbar am Bett möglich.

Hilfsmittel bei Bettlägerigkeit als Unterstützung für den Pflegebedürftigen und die Krankenpflege

Ist der Patient einmal bettlägerig geworden, gilt es die Folgen der Bettlägerigkeit durch entsprechende Hilfsmittel abzumildern oder gar zu verhindern. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dem Pflegebedürftigen die Bettlägerigkeit zu vereinfachen und seine Selbstständigkeit zu unterstützen. Auch für die Pflegenden – gerade im häuslichen Bereich – erweisen sich derartige Hilfsmittel als unverzichtbare Helfer.

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