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Podologie Zwickau: professionelle Behandlung von Fußproblemen

Podologie Zwickau: professionelle Behandlung von Fußproblemen

Ein Leben lang tragen uns unsere Füße und verbringen dabei Höchstleistungen. Doch oft genug bleiben die Belastungen, die wir ihnen zumuten, nicht folgenlos, sondern zeigen sich in den unterschiedlichsten Fußproblemen. Fast jeder Deutsche ist im Laufe seines Lebens von Problemen mit den Gliedmaßen betroffen, die behandelt werden sollten. Fehlbelastungen und zu enges Schuhwerk tragen ihr Übriges dazu bei und äußern sich in Druckstellen, Hornhautbildung sowie Hühneraugen, Blasen und Schmerzen. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Diabetikern geboten. Bei Fußproblemen empfiehlt es sich, eine medizinische Fußpflege wie in der Podologie Zwickau in Anspruch zu nehmen. Was es mit der Podologie auf sich hat, welche Leistungen geboten werden und mit welchen Kosten Sie dabei rechnen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Was ist Podologie?

Die Podologie steht für medizinische Fußpflege. Darunter versteht man die nicht ärztliche Heilkunde am Fuß, die von medizinisch geschulten Fachleuten durchgeführt wird, den Podologen. Die Bedeutung des Begriffes leitet sich vom griechischen pous für Fuß und von logos für Lehre ab. Die medizinische Fußpflege ist von der Behandlung bei einem Kosmetiker zu unterscheiden, bei der es um die Pflege und Verschönerung der Füße und Nägel geht.

Bei der podologischen Fußpflege gilt es, Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt oder davon bedroht sind, gezielt zu behandeln. Die Fußgesundheit steht bei der Behandlung im Zentrum. Akute Fußprobleme sollen beseitigt und Folgeschäden abgewandt werden. Dabei kommen verschiedene Therapieansätze aus den unterschiedlichsten medizinischen Fachgebieten wie der Inneren Medizin, Dermatologie, Chirurgie und Orthopädie in der Podologie zur Anwendung. Seit Januar 2002 handelt es sich dabei um ein geschütztes Berufsbild, für das eine zweijährige vollschulische Ausbildung mit anschließender staatlicher Prüfung notwendig ist. Eine fachgerechte medizinische Fußpflege durch geschultes Fachpersonal bekommen Sie in der Alippi Podologie Zwickau.

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Für wen kommt die medizinische Fußpflege infrage?

Die Ursachen von Fußproblemen sind vielseitig. Oftmals werden sie durch Krankheiten verursacht. Ein besonders hohes Risiko dafür besteht bei Diabetikern für das diabetische Fußsyndrom. Aber auch Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und Durchblutungsstörungen gehören zu den Risikogruppen. Weiterhin kommt die Podologie für folgende Personengruppen infrage:

  • Menschen mit übermäßiger Hornhautproduktion
  • bei eingewachsenen oder sich aufrollenden Zehennägeln
  • bei Warzen und Hühneraugen
  • bei Nagel- und Fußpilz

Auch Druckstellen, Hühneraugen, Blasen und Hornhaut, vor allem wenn sie mit Schmerzen einhergehen, sind Ausdruck von Problemen. Sie werden häufig durch Fehlbelastungen verursacht, die durch Fuß- und Zehenfehlstellungen oder durch zu enges Schuhwerk entstehen. Geschultes Fachpersonal wie in der Podologie Zwickau ist dazu imstande, krankhafte Veränderungen am Nagel und der Haut zu erkennen und eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Medizinische Fußpflege – was wird gemacht?

Die Podologie bietet Patienten einen umfangreichen Leistungskatalog:

  • podologische Fußuntersuchungen
  • Therapie von Haut- und Nagelerkrankungen wie Fußpilz und eingewachsene Zehennägel
  • individuelle Maßnahmen zur Entlastung von Druck und Reibung (z.B. Orthosen)
  • Verbände, Druck- und Reibungsschutz
  • Mobilisierungstherapie
  • fachgerechte Entfernung von Warzen
  • Nagelmykosen

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Die Podologie und die Kosten

Seit dem Jahr 1994 gehört die medizinische Fußpflege nicht mehr zum Leistungskatalog der Krankenkassen, sodass die Patienten die Podologie-Kosten selbst tragen müssen. Eine Ausnahme besteht allerdings bei Diabetikern. Bei dieser Patientengruppe wird die medizinische Fußpflege als Heilmittel eingestuft und daher von den Krankenkassen übernommen. Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse sind folgende Punkte:

  • die medizinische Fußpflege muss von einem ausgebildeten Podologen durchgeführt werden
  • der Podologe muss über eine Kassenzulassung verfügen
  • es besteht die Gefahr von Folgeerkrankungen durch die eigene Fußpflege

Podologie Zwickau – die wichtigsten Fragen zusammengefasst

Fußbeschwerden schränken die Betroffenen schnell in ihrer Mobilität und damit ihrem Alltag ein. Spätestens bei Fußbeschwerden ist der Gang zur medizinischen Fußpflege unabdingbar – die Alippi Podologie in Zwickau bietet Ihnen ein umfangreiches Leistungsspektrum sowie einen hervorragenden Service.

Wo finde ich die Alippi Podologie in Zwickau?

Die Alippi Podologie in Zwickau finden Sie an gleich an zwei Standorten:

Orthopädietechnik im HBK Zwickau
Karl-Keil-Straße 35,
08060 Zwickau
im Klinikum, Seitengebäude B90

Telefon: 0375 512251
Telefax: 0375 512201

 

„Zentrum für Fußgesundheit“
Orthopädieschuhtechnik, Orthopädietechnik, Podologie
Humboldtstraße 4,
08056 Zwickau

Telefon: 0375 2119230
Telefax: 0375 2119231

Wann hat die Alippi Podologie in Zwickau geöffnet?

Das Zentrum für Fußgesundheit hat Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet. Die Öffnungszeiten der Orthopädietechnik im HBK Zwickau lauten:

Mo, Di, Do: 7.00 – 18.00 Uhr

Mi: 7.00 – 16.00 Uhr

Fr: 7.00 – 15.00 Uhr

Darüber hinaus kommt die Alippi Podologie Zwickau für die medizinische Fußpflege auch zu Ihnen nach Hause. Vereinbaren Sie dafür einen Haustermin.

Welche Kosten kommen in der Podologie Zwickau auf mich zu?

Wenn Sie in der Alippi Podologie Zwickau eine medizinische Fußpflege in Anspruch nehmen, müssen Sie mit Kosten ab 24 Euro rechnen. Diese berechnen wir für eine podologische Komplexbehandlung. Die Alippi Podologie Zwickau ist außerdem kassenärztlicher Vertragspartner, sodass die Behandlung auch auf Rezept erfolgen kann, sofern Ihnen Ihr Arzt ein solches verordnet hat.

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Sorgen Sie Fußproblemen vor

Obwohl wir von unseren Füßen Höchstleistungen erwarten, stecken wir sie oft in zu enges und schlecht sitzendes Schuhwerk. Durch gutes Schuhwerk, Pflege, Training und manchmal die richtigen Einlagen können wir unsere Füße lange gesund erhalten. Unser Schuhhersteller Berkemann vereint fußgesunde Schuhe mit modischem Aussehen. Die Gesundheitsschuhe basieren auf dem Original 5-Phasen-Fußbett, welches das medizinische Wohlbefinden Ihrer Füße und Beine fördert. Gleichzeitig ermöglichen die Modelle eine hervorragende Passform und entlasten Druck- und Scheuerstellen.

Einen ersten Überblick über unser Sortiment können Sie sich im Sanitätshaus online machen. Bei bestehenden Fußbeschwerden unterstützen wir Sie außerdem durch Orthopädieschuhtechnik – von der Beratung bis zu maßgefertigten Schuhen. Im Frühstadium können Sie Fußprobleme außerdem durch die Verwendung verschiedener Produkte der PediSoft®-Linie entgegenwirken, die Sie in den Alippi Sanitätshaus-Filialen erhalten.

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Pflegegrade statt Pflegestufen: Das hat sich geändert

Wer nicht mehr in der Lage ist, seinen Alltag selbstständig zu bestreiten, benötigt Pflege. Doch wer in welchem Umfang als pflegebedürftig zählt, hat im vergangenen Jahr eine umfassende Reform erfahren. Mit dem Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) wurde die Pflegebedürftigkeit neu definiert, ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt und die bisherigen Pflegestufen wurden durch Pflegegrade ersetzt. Wir erklären Ihnen, was das im Einzelnen bedeutet und welche Änderungen sich durch die Pflegegrade für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ergeben haben.

Pflegebedürftigkeit wurde neu definiert

Die Voraussetzung für die Einstufung in einen Pflegegrad besteht in einer vorliegenden Pflegebedürftigkeit. Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch zu nehmen, müssen die Betroffenen für mindestens sechs Monate als pflegebedürftig eingestuft werden – und das unabhängig vom Alter.

Mit der Umwandlung der bisherigen Pflegestufen in Pflegegrade hat der Gesetzgeber den Begriff Pflegebedürftigkeit neu definiert, um die Leistungen besser an die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen anzupassen. Unter den alten Pflegebedürftigkeitsbegriff fielen vor allem Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung. Menschen mit Demenz und psychischen Erkrankungen wurden darin zu wenig berücksichtigt, sodass sie oftmals auch keine Pflegeleistungen erhielten. So floss der Betreuungsaufwand, der mit Demenz verbunden ist, nicht in die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit, weil vor der Reform körperliche Beeinträchtigungen im Vordergrund standen.

Seit dem zweiten Teil der Pflegereform gilt laut Pflegeversicherungsgesetz der als pflegebedürftig, der in seiner Selbstständigkeit oder seinen Fähigkeiten gesundheitlich bedingt derart beeinträchtigt ist, dass er auf Hilfe von anderen angewiesen ist. Dabei kann es sich um körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen handeln, beziehungsweise um gesundheitliche Belastungen oder Anforderungen, die der Betroffene nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen kann.

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Aus den Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade

Lange Zeit wurde das Maß an Pflegebedürftigkeit anhand von drei beziehungsweise vier Pflegestufen beurteilt, an denen sich der Leistungsumfang der Pflegekassen bemaß. Psychische Erkrankungen und Demenzkranke wurden bisher lediglich durch das Kriterium der eingeschränkten Alltagskompetenz erfasst. Das war bis 2016 die Pflegestufe 0, wodurch auch Menschen ohne anerkannte Pflegestufen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hatten. Aber auch bei den Pflegestufen 1 bis 3 bestand die Möglichkeit, durch den Zusatz „mit eingeschränkter Alltagskompetenz“ höhere Leistungen der Pflegekasse in Anspruch zu nehmen.

Am 1. Januar 2017 wurden die Pflegestufen durch die Pflegegrad ersetzt. Eine zuvor anerkannte Pflegestufe wurde dabei automatisch in einen Pflegegrad umgewandelt. Durch das neue System machten Pflegebedürftige einen Stufensprung. Mit eingeschränkter Alltagskompetenz kletterten die Betroffenen sogar um zwei Stufen. Bei der Einstufung sollte es nach Angaben des Gesetzgebers für niemanden eine Schlechterstellung geben – das bedeutet, dass die Betroffenen ab 2017 mindestens identische Leistungen der Pflegekassen beziehen.

Obendrein haben durch die neue Regelung mehr Menschen als bisher Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse. So ist der Pflegegrad 1 auf Menschen ausgelegt, die bis 2016 nicht als pflegebedürftig galten und daher auch keine Leistungen von der Pflegekasse erhielten. Betroffene sollen durch den neu hinzugekommenen Leistungsanspruch nun dabei unterstützt werden, möglichst lange zuhause leben zu können.

Leistungen der Pflegekasse für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

Mit der Pflegereform ist die Zielstellung verbunden, dass die Pflegebedürftigen besser auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Dabei hängt die Höhe der Leistung neben dem Pflegegrad davon ab, ob die Betroffenen zuhause oder in einer Einrichtung leben.

Zu den Pflegeleistungen der Pflegekasse gehören:

  • Pflegegeld, wenn die Pflegebedürftigen zuhause von Angehörigen gepflegt werden
  • Pflegesachleistungen, wenn die Pflegebedürftigen zuhause von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden
  • Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistungen, wenn sie sowohl von Angehörigen als auch einem ambulanten Pflegedienst betreut beziehungsweise in einer Tages- oder Nachtpflege betreut werden
  • Tages- und Nachtpflege werden durch einen teilstationären Leistungsbetrag abgegolten, das heißt, die Pflegebedürftigen halten sich nicht den ganzen Tag in einer Einrichtung auf
  • vollstationäre Leistungen, wenn die Pflegebedürftigen in einer Einrichtung leben
  • zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsdienstleistungen
  • Kurzzeitpflege

Für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, steht Pflegebedürftigen mit der Neuregelung bereits ab Pflegestufe 1 eine Pauschale bis zu 40 Euro pro Monat zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Bettschutzeinlagen und Desinfektionsmittel. Andere Hilfsmittel wie zum Beispiel Rollatoren zählen nicht dazu. Das sind Leistungen, die bei der Krankenkasse beantragt werden müssen.

Die fünf Pflegestufen und die jeweiligen Leistungen im Überblick

Mit der Pflegereform wurden gleichzeitig die Leistungen, die Pflegebedürftigen zusteht, ausgeweitet. Der Umfang der Pflegeleistungen ergibt sich aus dem jeweiligen Pflegegrad:

Pflegegrade Kennzeichnung Pflege-sachleistungen Pflegegeld teil-stationärer Leistungs-betrag stationärer Leistungsbetrag
Pflegegrad 1 geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 125 Euro Zuschuss
Pflegegrad 2 erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 689 Euro 316 Euro 689 Euro 770 Euro
Pflegegrad 3 schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 1298 Euro 545 Euro 1298 Euro 1262 Euro
Pflegegrad 4 schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 1612 Euro 728 Euro 1612 Euro 1775 Euro
Pflegegrad 5 schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung 1995 Euro 901 Euro 1995 Euro 2005 Euro

Neues Prüfverfahren zur Beurteilung der Pflegegrade

Mit der Pflegereform zum Jahresbeginn 2017 ging auch die Einführung eines neuen Prüfverfahrens einher, mit dem die Pflegebedürftigen in den jeweiligen Pflegegrad eingestuft werden. Menschen, die seit Januar 2017 einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit oder eine Höherstufung bei der zuständigen Pflegekasse stellen, durchlaufen das Neue Begutachtungsassessment (NBA). Dabei zählen nicht die Minuten, die für die Pflege aufgewendet werden müssen wie im alten System, sondern die Selbstständigkeit, zu der Betroffene noch fähig sind oder eben nicht. Die Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) oder der MEDICPROOF GmbH der Privatversicherten ermitteln im neuen Prüfverfahren, wie selbstständig die Betroffenen jeweils sind und wie viel Hilfe sie tatsächlich nötig haben.

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Für die Begutachtung sind folgende Lebensbereiche wesentlich:

  • Mobilität: Dabei geht es um die körperliche Beweglichkeit.
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Dieser Punkt betrifft das Sprechen und Verstehen.
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Dies bezieht sich beispielsweise auf nächtliche Unruhe oder Aggressionen, die andere belasten.
  • Selbstversorgung: Hier geht es darum, ob sich der Betroffene beispielsweise selbst waschen kann.
  • Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: Dieser Punkt überprüft zum Beispiel, ob der Betroffene dazu imstande ist, seine Medikamente zu nehmen.
  • Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte: Hier wird beispielsweise danach gefragt, ob der Alltag selbst gestaltet werden kann.

Auf Basis eines Punktesystems wird bei dem Prüfverfahren NBA der Pflegegrad bestimmt, der die zuvor gültigen Pflegestufen abgelöst hat. Dabei gilt: Je höher die Punktzahl, desto höher der Pflegebedarf und damit der Pflegegrad.

Welchen Vorteil bringen die Pflegegrade?

Von der Pflegereform und der Einführung der fünf Pflegegrade profitieren vor allem Menschen mit psychischen Erkrankungen, die im alten System nur unzureichend berücksichtigt wurden und dementsprechend geringe oder gar keine Leistungen der Pflegekassen bekamen. Damit findet nun eine Gleichstellung von physischen und psychischen Erkrankungen statt, durch die eine Pflegebedürftigkeit entstehen kann.

 

Grippeschutz

Grippeschutz: So schützen Sie sich am besten vor der Grippe

Die Nase läuft, Hals und Kopf schmerzen und die Temperatur klettert in die Höhe. Mit dem Herbst beginnt auch die alljährliche Grippesaison – und für Senioren stellt sich die Frage nach einem wirkungsvollen Grippeschutz. Zwar ist die Grippe in jedem Alter unangenehm, doch gerade bei Menschen ab 60 Jahren kommt es im Zusammenhang mit einer Influenza häufig zu Komplikationen. Aus diesem Grund gehört die Altersgruppe der Über-60-Jährigen zur Risikogruppe, für die eine Grippeschutzimpfung empfohlen wird. Wir informieren Sie in diesem Beitrag über Wissenswertes rund um den Grippeschutz und erklären Ihnen, warum und wie Sie sich vor einer Grippe schützen sollten.

Warum eine Grippe keine einfache Erkältung ist

Im Gegensatz zu einer Erkältung handelt es sich bei der echten Grippe, der Influenza, um eine ernsthafte Erkrankung, die mit schweren Krankheitszeichen einhergehen kann. Daher sollte man sie nicht mit einem grippalen Infekt verwechseln, der im Alltagsgebrauch auch schnell einmal als Grippe bezeichnet wird, weil sich die Symptome ähneln. Eine Influenza beginnt meist mit einem plötzlich einsetzenden Krankheitsgefühl. Zu den typischen Symptomen zählen.

  • Fieber bis 40 Grad
  • Halsschmerzen und Husten
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schüttelfrost
  • massive Erschöpfung

Wie eine Influenza im Einzelnen verläuft, ist jedoch recht individuell: Während die Influenza bei einem Teil der Erkrankten leicht und mild verläuft, zeigen sich bei anderen schwere Krankheitsverläufe, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen können. Denn die Influenzaviren stellen eine Belastung für das Immunsystem dar, sodass andere Krankheitserreger leichtes Spiel haben. Die größte Gefahr für Grippekranke besteht in bakteriellen Infektionen wie Lungen-, Ohren- und Herzmuskelentzündungen, die sich zur Grippe gesellen und zu Komplikationen führen. Das erklärt auch, warum jedes Jahr während der Grippewelle in Deutschland trotz des gut ausgebauten Gesundheitssystem Menschen sterben.

Warum ist der Grippeschutz für Senioren so wichtig?

Schwere Krankheitsverläufe der Grippe treten vor allem bei Risikogruppen auf. Dazu zählen Menschen mit chronischen Erkrankungen, Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie Senioren ab 60 Jahre, für welche die Ständige Impfkommission (STIKO) aus diesem Grund einen wirkungsvollen Grippeschutz empfiehlt. Die vergangene Grippewelle 2017/2018 gehört zu einer der schwersten seit Jahren. Zwischen Dezember und April wurden laut dem Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) 333.567 Grippekranke erfasst, die Zahl der tatsächlich Erkrankten wird noch deutlich höher sein. Bei 1665 Infizierten endete die Influenza tödlich – der größte Teil davon (87 Prozent) war über 60 Jahre alt.

Komplikationen durch Grippeviren entstehen bei älteren Menschen vor allem deshalb, weil mit zunehmendem Alter auch die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nachlässt. Daher ist die Immunabwehr häufig nicht mehr in der Lage, einen ausreichenden Grippeschutz zu bieten und die Grippeviren eigenständig zu bekämpfen. Deshalb kommt es in dieser Altersgruppe häufig zu schwerwiegenden Verläufen. Außerdem sind häufig Vorerkrankungen vorhanden, sodass die Influenza bei Senioren vielfach mit Komplikationen einhergeht.

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Worin besteht der beste Grippeschutz?

Grippeviren sind nicht nur hochansteckend, sondern verändern sich fortlaufend und bilden neue Varianten aus – daher kann man trotz durchgemachter Krankheit im Laufe seines Lebens mehrfach an Influenza erkranken. Doch mit der Grippeimpfung steht ein wirkungsvoller Grippeschutz zur Verfügung. So bildet das Immunsystem nach der Impfung Antikörper aus, um die Influenzaviren abzuwehren. Kommt ein Geimpfter mit vollständig ausgebildetem Impfschutz anschließend mit den Viren in Kontakt, werden diese sofort von den Antikörpern bekämpft. Aufgrund der sich stetig entwickelnden Viren ist die Impfung des Vorjahres im Folgejahr jedoch nicht mehr wirksam, außerdem wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt, der gegen die aktuellen Grippeviren den besten Schutz bietet.

Grippeschutz: Menschen ab 60 Jahren gelten als Risikogruppe

Menschen ab 60 empfiehlt die STIKO, sich jährlich gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Mit einer Grippeimpfung sinkt nicht nur die Gefahr, selbst an der Influenza zu erkranken, des Weiteren wird die Verbreitung der Influenzaviren gestoppt. Zwar bietet die Grippeschutzimpfung Geimpften während der kompletten Grippesaison einen wirksamen Schutz vor Grippeviren – einen 100-prozentigen Schutz kann sie jedoch auch nicht geben. Das liegt daran, dass es zum einen verschiedene Virenstämme gibt und sich die Influenzaviren zum anderen ständig verändern. Die Grippeimpfung enthält daher jedes Jahr die Virusvarianten, die für die jeweilige Saison erwartet werden. Aus diesem Grund muss der Grippeschutz in Form einer Impfung aber auch jedes Jahr erneuert werden. Hierbei gilt: Je besser die Vorhersage für die Zusammensetzung der Impfstoffe, desto besser der Impfschutz. Seit diesem Jahr empfiehlt die STIKO einen Vierfach-Impfstoff, der einen höheren Schutz gewähren soll, weil er je zwei Stämme der Virustypen A und B enthält – im Gegensatz zum Dreifach-Impfstoff, der Antigene der zwei A-Varianten, aber nur einer B-Variante umfasst.

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Wann am besten gegen Grippe impfen?

Impfen lassen sollten sich Senioren und andere Risikogruppen noch vor dem Ausbruch der Grippewelle, damit der Impfschutz die ganze Grippesaison anhält. Als bester Moment für eine Grippeimpfung werden die Monate Oktober und November angesehen, weil es nach der Impfung etwas zehn bis 14 Tage dauert, bis der Körper einen ausreichenden Grippeschutz aufgebaut hat. Aber selbst zum Beginn der Grippewelle, wenn man selbst noch nicht an Influenza erkrankt ist, lohnt sich eine Grippeschutzimpfung noch.

Grippeimpfung für Senioren – das müssen Sie beachten

Das Immunsystem von Älteren arbeitet nicht mehr auf Hochtouren. Deshalb ist für Menschen über 60 auf der einen Seite ein Grippeschutz besonders wichtig. Auf der anderen Seite schlägt die Impfung bei ihnen nicht mehr so gut an, weil das Immunsystem nicht mehr so viele Antikörper nach der Impfung bildet. Dennoch ist auch in dieser Altersgruppe die Schutzimpfung der beste Grippeschutz. Denn immerhin einen Teil der Geimpften schützt die Grippeimpfung zuverlässig vor Ansteckung. In den letzten Jahren wurden außerdem sogenannte adjuvantierte Grippeimpfstoffe entwickelt, welche die Wirkung verstärken und deshalb ältere Menschen besser vor der Influenza schützen sollen. Bei ihnen kann es nach der Schutzimpfung jedoch vermehrt zu Reaktionen an der Einstichstelle kommen. Darüber wird Sie jedoch Ihr Arzt informieren, wenn Sie sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen wollen.

In Studien konnte inzwischen auch belegt werden, dass die Influenza bei geimpften Menschen zumindest milder verläuft als bei denen ohne Grippeschutzimpfung. Das kommt insbesondere auch Senioren zugute, bei denen eine Grippe zu schweren Komplikationen führen kann. Durchführen kann die Grippeimpfung grundsätzlich jeder Arzt. Bei Risikogruppen, wie sie Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, Menschen ab 60 sowie mit chronischen Erkrankungen darstellen, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Impfung, seit diesem Jahr auch die wirksamere Vierfachimpfung. Menschen ab 60 sollten außerdem ihren Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen lassen, die häufig für bakteriell verursachte Lungenentzündungen verantwortlich sind.

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Hygiene als weiterer wichtiger Grippeschutz

Wer sich im Herbst gegen die Grippe impfen lässt, hat zur ersten Grippewelle, mit der spätestens im Januar gerechnet wird, einen Grippeschutz aufgebaut. Und wenn dann überall gehustet und geniest wird, besteht der beste Schutz in umfassenden Hygienemaßnahmen. Das heißt: Abstand halten zu erkrankten Personen und vor allem regelmäßig und gründlich Hände waschen, damit Sie gut geschützt durch die Grippesaison kommen. Entsprechenden Produkte für eine zuverlässige Hygiene finden Sie in Ihrem Sanitätshaus Alippi.

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gesunde ernährung

Gesunde Ernährung: Fit und gesund bis ins hohe Alter

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist für Jung und Alt gleichermaßen von Bedeutung, um dem Körper genügend Nährstoffe zuzuführen. Lebensmittelvielfalt sowie eine frische und vitaminreiche Küche sind die besten Empfehlungen für alle, die auf ihre Ernährung achten wollen. Doch mit zunehmendem Lebensalter stellt sich der Stoffwechsel allmählich um, sodass sich für die Ernährung im Alter einige Besonderheiten ergeben. Zudem können Veränderung des Körpers Ess- und Trinkverhalten älterer Menschen beeinflussen. Außerdem spielen bei Senioren vermehrt Krankheiten eine Rolle, wie beispielsweise Altersdiabetes, die auf dem Ernährungsplan zusätzlich Berücksichtigung finden müssen.

Der Körper und die Ernährung im Alter

Grundsätzlich unterscheiden sich die Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen nicht von denen für jüngere. Allerdings stellt sich mit zunehmendem Lebensalter der Stoffwechsel um, auch die Zusammensetzung des Körpers ändert sich: Die Muskelmasse bildet sich meist zurück und auch der Wasseranteil sinkt, während der Körperfettgehalt zunimmt. Die Folge: Der Energiebedarf sinkt. Gleichzeitig benötigen Senioren nicht mehr so viel Energie, weil sie körperlich häufig nicht mehr so aktiv sind wie früher. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigt ein 65-Jähriger rund 330 Kilokalorien weniger als mit 25, bei Frauen sind es 170 Kilokalorien. Wird der sinkende Energieverbrauch bei der Ernährung im Alter nicht berücksichtigt, kann sich Übergewicht ausbilden, das darüber hinaus mit Erkrankungen wie Altersdiabetes weitere Folgeerscheinungen aufweisen kann, bei dem die Betroffenen noch mehr auf die Ernährung achten müssen.

Energiearm, aber nährstoffreich: gesunde Ernährung für Senioren

Was aber trotz geringerem Energiebedarf auch in der zweiten Lebenshälfte gleich bleibt, ist der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Nährstoffen. Aus dem Grund muss die Kost, die Senioren zu sich nehmen, energieärmer, aber gleichzeitig nährstoffreicher ausfallen. Man spricht auch von einer hohen Nährstoffdichte, welche die gesunde Ernährung in dem Fall aufweisen muss. Für Senioren hat dies zur Folge, noch mehr auf die Ernährung zu achten und bei der Auswahl der Lebensmittel besonders sorgfältig vorzugehen.

ernährung bei diabetes

Ausgewogene Kost für Ihre Gesundheit

Die DGE empfiehlt für die Ernährung im Alter, vor allem auf Lebensmittelvielfalt zu setzen und für eine vollwertige Kost aus verschiedenen Lebensmittelgruppen zu wählen. Dazu gehören laut DGE folgende Gruppen:

  • Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln: Diese Lebensmittel enthalten viele Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, aber kaum Fett. Am gesündesten sind in dieser Gruppe auch im Alter Vollkornprodukte, um täglich ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Die Auswahl an Lebensmitteln aus Vollkorn, die heute erhältlich ist, hält auch für Senioren mit Kau- oder Schluckbeschwerden das Passende bereit.
  • Gemüse und Salat: Mindestens zwei Portionen Gemüse sollten es pro Tag sein. Eine davon sollten Sie frisch in Form von Salat oder Rohkost verspeisen.
  • Obst: Auch hier sollten Sie öfter zugreifen. Am besten eignen sich zwei bis drei Portionen Obst täglich, eine sollte es aber mindestens sein.
  • Milch und Milchprodukte: Milchprodukte enthalten besonders viel Protein, Calcium, aber auch einige Vitamine. Daher sollten Sie Milchprodukte mehrfach am Tag verzehren.
  • Fleisch, Wurst, Fisch und Ei: Diese Lebensmittel gelten als wertvolle Nährstofflieferanten, vor allem, weil sich in ihnen viele Proteine finden. Wie oft Fleisch, Wurst, Fisch und Ei auf dem Ernährungsplan stehen sollten, hängt laut DGE vom individuellen Gesundheitszustand ab. Was für die gesunde Ernährung jedoch keinesfalls fehlen sollte, ist Fisch, am besten ein- bis zweimal die Woche.
  • Fette und Öle: Diese Nahrungsmittel stellen dem Körper im Rahmen einer ausgewogenen und gesunden Ernährung essenzielle Fettsäuren und fettlösliche Vitamine zur Verfügung. Allerdings sollten sie nur in Maßen genossen werden, weil sie Übergewicht und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Für die Ernährung im Alter gilt: Je nachdem, ob die Senioren an Über- oder Untergewicht leiden, sollten sich Fette und Öle auf dem Speisezettel wiederfinden.
  • Getränke: Für die gesunde Ernährung lautet die DGE-Empfehlung mindestens 1,3 bis 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Der restliche Wasserbedarf wird über die Nahrung gedeckt.

Lassen Sie sich von einem Ernährungsberater unterstützen

Wenn Sie auf Ihre Ernährung achten wollen, sich aber unsicher sind, ob Sie die richtige Zusammensetzung aufweist, können Sie auch einen Ernährungsberatung aufsuchen. Gerne unterstützen Sie die Ernährungsberater von Alippi bei der Zusammenstellung eines individuell auf Sie abgestimmten Ernährungsplanes. Dies gilt insbesondere für die Ernährung bei Diabetes, der als Typ 2 besonders häufig bei älteren Menschen vorkommt, obwohl inzwischen aufgrund ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel immer mehr Kinder und junge Erwachsene daran erkranken.

ernährung im alter

Altersdiabetes: Ernährung für verbesserte Zuckerwerte

Anders als bei Typ 1 liegt dem Typ-2-Diabetes eine Insulinresistenz zugrunde, die neben genetischen Faktoren ein ungesunder Lebenswandel und Bewegungsmangel begünstigen können. Daher kann eine ausgewogene und gesunde Kost dazu beitragen, die Zuckerwerte langfristig zu bessern und durch eine Gewichtsabnahme eine Verbesserung des Krankheitsbildes herbeizuführen. Eine gesunde Ernährung bei Altersdiabetes ist daher das A und O für einen langfristigen Behandlungserfolg. Im Konkreten bedeutet das: drei Hauptmahlzeiten pro Tag und als Zwischenmahlzeit zu Obst und Gemüse greifen. Dabei sollte sich bei Altersdiabetes die Ernährung mehr denn je aus wertvollen Nährstoffen zusammensetzen und Vielfalt bieten.

Ganz konkret: Tipps für die Ernährung bei Altersdiabetes

Obst und Gemüse können aufgrund der darin enthaltenen Vitamine reichlich gegessen werden, anders verhält es sich mit Fetten: Hier sollten sich Betroffene in Zurückhaltung üben und ungesättigte Fette, die vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Olivenöl stecken, den gesättigten Fettsäuren aus Fleisch, Milch und Käse vorziehen.

Eine weitere Empfehlung für die Ernährung bei Diabetes lautet, Weißmehlprodukte durch Vollkorn zu ersetzen, damit die Zuckerwerte nach dem Essen nicht so schnell ansteigen. Gleiches gilt für Fertigprodukte, die Betroffene besser von ihrem Ernährungsplan verbannen sollten. Ballaststoffe, wie sie vor allem in Hülsenfrüchten enthalten sind, sollten dagegen reichlich gegessen werden. Sie sättigen länger und wirken sich günstig auf die Blutzuckerwerte aus. Zucker muss bei der Altersdiabetes-Ernährung nicht gleich vom Speiseplan gestrichen werden, sollte aber laut Weltgesundheitsorganisation nur fünf Prozent des täglichen Energiebedarfs ausmachen. Der wichtigste Faktor, der für die Ernährung bei Altersdiabetes gilt, besteht jedoch darin, die Essgewohnheiten dauerhaft umzustellen, um langfristige Erfolge zu sichern.

Erkältung vorbeugen

Erkältung vorbeugen: Darauf müssen Senioren achten

Die Tage werden zunehmend länger, die Blätter färben sich bunt und tanzen im Wind: Der Herbst ist da und mit ihm die Erkältungssaison. Während ein Schnupfen in jungen Jahren schnell auskuriert ist, kann ein grippaler Infekt im Seniorenalter leicht ernsthafte Folgen nach sich ziehen, weil die Leistungsfähigkeit vom Immunsystem allmählich abnimmt. Daher sollten Sie Viren und Bakterien erst gar keine Gelegenheit geben und einer Erkältung vorbeugen.

Abwarten und Tee trinken?

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – die typischen Symptome einer Erkältung: Jeder kennt sie nur allzu gut, schließlich sind die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens mehrfach von einem grippalen Infekt betroffen. Dabei bietet gerade die kalte Jahreszeit, wie sie sich jetzt mit dem Herbst ankündigt, den Erkältungsviren optimale Voraussetzungen, sich auszubreiten. In jungen Jahren genügt es bei einem Infekt oftmals dem gut gemeinten Ratschlag „abwarten und Tee trinken“ zu folgen, nach spätestens sieben Tagen klingen die Symptome der Erkältung in den meisten Fällen von allein ab. Im hohen Alter gilt dies allerdings nicht unbedingt mehr.

Grippaler Infekt – die Gefahr im Alter

Bei Menschen ab 60 verlaufen Infekte oftmals schwerer, außerdem dauert es meist länger, die Erkältung auszukurieren. Die größte Gefahr besteht jedoch in Folgeerkrankungen und den Komplikationen, die sich aus einem eigentlich harmlosen Infekt entwickeln können. So können sich die Erkältungsviren beispielsweise auf das Herz oder die Lunge legen und dort eine Herzmuskel- beziehungsweise Lungenentzündung auslösen. Im schlimmsten Fall kann sogar eine Superinfektion die Folge sein.

Der Grund für die schweren Verläufe von Erkältungskrankheiten bei Senioren liegt darin begründet, dass das Immunsystem nicht mehr so leistungsstark arbeitet wie zuvor. Das gilt sowohl für die Abwehr als auch die Bekämpfung von Erkältungsviren. Obendrein ist die Immunabwehr oftmals von Vorerkrankungen geschwächt. Aus diesem Grund wird Menschen ab dem 60. Lebensjahr auch eine Grippeimpfung empfohlen, weil eine Grippe in dieser Altersgruppe eine erhebliche Gefahr darstellt.

vor erkältung schützen

Vor Erkältung schützen – fünf Tipps

Weil ein grippaler Infekt bei älteren Menschen mit derartigen Schwierigkeiten verbunden sein kann, sollten Sie ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern stattdessen eine Erkältung verhindern. Vorbeugung ist auch bei Senioren der beste Schutz.

Hygiene

Als wichtigste präventive Maßnahme gilt die Hygiene, um der Verbreitung der Erkältungsviren entgegenzuwirken. Dazu zählt häufiges und regelmäßiges Händewaschen – vor allem, wenn Sie zuvor Kontakt mit Erkrankten hatten – sowie Abstand halten.

Ernährung

Vor einer Erkältung schützen Sie sich außerdem besonders effektiv mit einem starken Immunsystem. Das gelingt mit einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung. Ausreichend Vitamine und Ballaststoffe sorgen dafür, die Abwehrkräfte zu stärken. Außerdem sollten Sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen, damit die Schleimhäute feucht bleiben und die Krankheitserreger abwehren können.

Frische Luft

In diesem Zusammenhang spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine Rolle, wenn Sie eine Erkältung verhindern möchten. Die warme Heizungsluft, der Sie in der kalten Jahreszeit ausgesetzt sind, trocknet die Nasenschleimhäute aus, sodass Viren und Erkältungen im Herbst ein leichtes Spiel haben. Sorgen Sie daher mit regelmäßigem Lüften für frische Luft in Ihrer Wohnumgebung. Auch mit einer Schüssel Wasser, welche die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht, erzielen Sie einen positiven Effekt.

Bewegung

Frische Luft in Kombination mit Bewegung bietet einen effektiven Schutz vor einer Erkältung. Dazu muss es im Alter, wenn der Körper nicht mehr so ganz mitmacht, nicht unbedingt Sport sein, der den Kreislauf und die Abwehrkräfte in Schwung hält. Um eine Erkältung zu verhindern, genügt oftmals bereits ein Spaziergang von etwa einer halben Stunde. Dann aber täglich und auch, wenn es draußen matschig und ungemütlich wird.

Passende Kleidung

Besonders häufig tritt eine Erkältung im Herbst und im Winter auf. Das liegt in den niedrigen Temperaturen der Jahreszeit begründet: Einerseits können sich Erkältungsviren leichter verbreiten, andererseits wird der Körper bei Kälte schlechter durchblutet, sodass weniger Abwehrzellen vorhanden sind, was wiederum das Immunsystem schwächt. Warme, dem Wetter angepasste Kleidung ist daher ein effektiver Schutz vor einer Erkältung. Achten Sie dabei insbesondere auf die Füße: Wohlig warme Füße regen die Durchblutung an und halten die Immunabwehr auf Trab.

Erkältung verhindern

Sie sind erkältet? Erkältung auskurieren

Manchmal helfen aber auch die besten Maßnahmen nichts und plötzlich ist er da – der grippale Infekt. Zu den typischen Erkältungssymptomen zählen neben Husten, Schnupfen und Heiserkeit:

  • Halsschmerzen,
  • Kopfschmerzen,
  • Rachenentzündung, die sich mit Kratzen und Trockenheitsgefühl im Hals sowie Schluckbeschwerden äußert,
  • Gliederschmerzen,
  • erhöhte Temperatur,
  • Müdigkeit,
  • Frösteln und
  • allgemeines Krankheitsgefühl.

Doch wie lassen sich Symptome und Erkältung lindern? Das Beste, was Sie tun können, um die Erkältung auszukurieren, besteht darin, Ihrem Körper Ruhe zu gönnen und Anstrengungen zu vermeiden. Auch wenn Ihnen Symptome und Erkältung zunächst harmlos erscheinen, Senioren sollten sich nicht scheuen, zum Arzt zu gehen – vor allem, wenn die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht abgeklungen sind. Der Arzt kann dann abklären, ob es sich um einen grippalen Infekt oder eine echte Grippe handelt, die für Senioren noch gefährlicher ist. Außerdem kann er Ihnen gegebenenfalls ein Mittel aufschreiben, um die Erkältung zu lindern, damit Sie schon bald wieder auf den Beinen sind.

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Seniorin im Krnakenhaus mit Arzt und Angehörigem

Krankenhausaufenthalt im Alter: schnell wieder genesen

Die wenigsten Menschen zieht es gern ins Krankenhaus – und am allerwenigsten als Patient. Doch zahlreiche operative Eingriffe machen einen stationären Aufenthalt unabdingbar. Steht eine solche OP an, löst dies meist bei den Betroffenen Unsicherheit und Ängste aus, gerade bei älteren Menschen herrschen mulmige Gefühle vor: Delir und Unselbstständigkeit spuken in den Köpfen vieler Senioren als Schreckensgespenste herum. Dabei lässt sich gerade bei einem geplanten Krankenhaus mit einer guten Vor- und Nachbereitung einiges tun, um die eigene Genesung oder die der Angehörigen optimal zu unterstützen. Wie Sie einen Krankenhausaufenthalt im Alter optimal vorbereiten und gestalten können, erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.

Krankenhausaufhalt vorbereiten

Die richtige Vorbereitung auf einen stationären Aufenthalt beginnt bei der Auswahl der Klinik. Der erste Ansprechpartner für die betroffenen Senioren sollte hier der behandelnde Arzt sein. Die Geriatrie kann sich dabei als besonders gute Wahl erweisen, weil sie sich auf die Bedürfnisse von Senioren spezialisiert hat und über ein großes Fachwissen verfügt, auch was das Risiko von einem Delirium für hochbetagte Patienten sowie eine schon vorher vorhandene Bettlägerigkeit angeht.

Ängste abbauen und sich auf den anstehenden Krankenhausaufenthalt vorbereiten, können Sie außerdem am besten, wenn Sie vorab das Gespräch mit den Klinikärzten und dem Pflegepersonal suchen. Der bei Senioren und Hochbetagten verbreiteten Vergesslichkeit beugen Sie am effektivsten vor, wenn Sie sich Ihre Fragen vorher notieren. Bei solchen Gesprächen bietet es sich für Senioren an, sich im Idealfall von einem Angehörigen begleiten zu lassen, falls Verständnisschwierigkeiten auftreten. Ohnehin empfiehlt es sich für einen Krankenhausaufenthalt von Senioren, Angehörige für die optimale Unterstützung miteinzubeziehen.

Patientin wird vom Arzt begrüßt

Ist ein größerer Eingriff geplant, sollte der Patient auch den Gedanken an eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung nicht zu weit von sich wegschieben. Die Vorsorgevollmacht regelt, wer bei einem Klinikaufenthalt die Entscheidungen trifft, sollte der Patient dazu nicht mehr in der Lage sein. Während die Patienten in der Patientenverfügung angeben, wie das Krankenhaus in kritischen Situationen verfahren soll.

Die Tasche für den Senioren packen: Checkliste

Bei einer geplanten stationären Behandlung bleibt ausreichend Zeit, um eine Kliniktasche mit den persönlichen Dingen zu packen. Damit Sie für das Krankenhaus nichts vergessen, haben wir eine Checkliste für den stationären Aufenthalt zusammengestellt, die anführt, was Patienten an Hygieneartikel benötigen:

  • Zahnbürste und -pasta
  • Duschgel
  • Gesichts- und/oder Hautcreme
  • Handtücher sowie Waschlappen
  • Bürste oder Kamm
  • Rasierutensilien

Zeitvertreib während des Krankenhausaufenthalts

Neben den Hygieneartikeln und Kleidung sollten Senioren auch wichtige Hilfsmittel nicht vergessen, die sie zu Bewältigung ihres Alltags benötigen wie Brille, Hörgerät oder Gehilfe. Außerdem gehören in jede Kliniktasche unbedingt Utensilien, um sich während des Krankenhausaufenthalts die Zeit zu vertreiben. Das können Bücher, Magazine oder Zeitschriften sein. Auch Rätselhefte und Musik sind ideal dazu geeignet, um die Zeit im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu gestalten.

Des Weiteren muss bei einer stationären Behandlung der Anfahrtsweg in das Krankenhaus organisiert werden. Bei Senioren, die auf fremde Hilfe angewiesen sind oder bei denen sogar Bettlägerigkeit besteht, kann dafür ein Krankentransport notwendig werden, der vorab geregelt werden muss.

Diese Dokumente brauchen Sie für das Krankenhaus

Damit die Einweisung in die Klinik reibungslos abläuft, benötigen Sie als Patient folgende Unterlagen:

  • Krankenversicherungskarte
  • Personalausweis
  • Kontaktdaten des Hausarztes
  • Krankenhauseinweisung des Arztes, der den Krankenhausaufenthalt angeordnet hat
  • Unterlagen, aus denen die bisherige Behandlung der Erkrankung hervorgeht
  • Auflistung aller Medikamente, die der Patient einnehmen muss, sowie die korrekte Dosierung
  • Impfausweis
  • gegebenenfalls Organspende-Ausweis

Senioren sollten außerdem darauf achten, dass sie bei einem Aufenthalt im Krankenhaus wichtige Dokumente und Unterlagen so aufbewahren, dass sie leicht auffindbar sind. Für das behandelnde Pflegepersonal sollten zudem je nach Krankheitsbild und Vorgeschichte des Patienten folgende Unterlagen vorliegen:

  • Allergiepass bei Allergikern
  • Dokumente, aus denen Vorerkrankungen hervorgehen: Diabetikerausweis, Herzschrittmacher-Ausweis
  • Kontaktdaten von den Angehörigen
  • bei Senioren, die im Pflegeheim leben, zusätzlich die Kontaktdaten vom Pflegepersonal
  • bei Senioren mit gesetzlicher Betreuung: die Kontaktdaten des Betreuers

Wohnung oder Haus auf den Krankenhausaufenthalt im Alter vorbereiten

Damit trotz des Krankenhausaufenthalts auch zuhause alles seinen Gang geht, sollten Patienten zudem im eigenen Heim einige Vorkehrungen treffen. Hinterlegen Sie am besten Ihren Wohnungsschlüssel bei Freunden oder einem Familienmitglied, damit alltägliche Erledigungen nicht außer Acht gelassen werden. Wenn Sie Haustiere haben, sollten Sie auch deren Versorgung während Ihrer Abwesenheit abklären.

Senioren zu Hause auf der Couch

Krankenhausaufenthalt Senioren – die Zeit danach

Wenn Sie den Krankenhausaufenthalt vorbereiten, sollten Sie auch die Zeit danach nicht außer Acht lassen. Denn wenn Senioren wissen, wie es nach dem Klinikaufenthalt weitergeht, gibt Ihnen dieses Wissen zusätzliche Sicherheit und unterstützt damit die Genesung zu einem beachtlichen Teil. Krankenhäuser sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Anschlussbehandlung der Patienten zu organisieren. Hier gilt es schon in der Klinik zu klären, ob nach dem Krankenhausaufenthalt eine ambulante Pflege erforderlich ist oder Sanitätsbedarf wie beispielsweise eine Dekubitus-Matratze beziehungsweise spezielle Rehatechnik, um die Genesung im Anschluss zu unterstützen.

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Vier Senioren im Wald mit Landkarte

Hobbys für Rentner: Keine Langeweile im Ruhestand

Yoga, Malen, ein Musikinstrument lernen – Dinge, für die man im Berufsleben neben Familie und Haushalt kaum Zeit findet. Doch mit Beginn des wohlverdienten Ruhestands finden Rentner endlich genügend Gelegenheiten, um Hobbys und all den Dingen nachzugehen, die sie schon immer einmal tun wollten.

Hobbys im Alter sind nicht nur ein netter Zeitvertreib, sondern füllen auch das Loch, das entsteht, wenn Menschen vom ausgelasteten Berufsleben in den Ruhestand wechseln. Darüber hinaus trainieren Hobbys für Senioren Geist und Seele. Damit sorgen die Freizeitaktivitäten für Wohlbefinden und können obendrein zahlreichen Krankheiten vorbeugen. Was wollten Sie schon immer einmal tun? Wir stellen Ihnen an dieser Stelle verschiedene Hobbys für Senioren vor, unter denen für jede Interessenlage etwas Passendes dabei ist. Und manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und etwas Neues probieren.

Werden Sie kreativ: sich geistig und körperlich fordern lassen

Ist die Berufstätigkeit vorbei, gilt es nun die neu gewonnene Freizeit sinnvoll zu gestalten – am besten mit einem Hobby oder gleich mehreren, die dabei helfen, den Tag zu strukturieren. Noch besser ist es, wenn Sie die Hobbys im Alter gleichzeitig mit anderen Menschen zusammenbringen. Ideale und gern ausgeübte Hobbys für Senioren sind Kreativkurse, die Sie an jeder Volkshochschule belegen können: von Stricken und Häkeln über Zeichnen bis zur Fotografie. Handarbeit und Malkurse erfordern Geschick und Fingerfertigkeit, die verhindern, dass die Gelenkigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Dem Geist wird dabei vorausschauendes Denken und Konzentrationsvermögen abverlangt. Und in Gesellschaft macht diese Art der Freizeitgestaltung gleich doppelt so viel Spaß. Zu guter Letzt haben Sie mit solchen Hobbys für Senioren gleich ein individuelles Geschenk für Ihre Lieben parat.Zwei Senioren besuchen Zeichenkurs

Modellbau: tüfteln und werkeln

Ob Schiffe, Autos, Flugzeuge oder eine ganze naturgetreue Landschaft: Was wir in unserer unmittelbaren Umgebung als selbstverständlich hinnehmen, bedarf im Kleinen viele Stunden mühevoller Kleinstarbeit. Mit Modellbau lassen sich im Ruhestand viele Stunden füllen, ohne dass dabei Langeweile aufkommt. Die Nachbildung maßstabsgetreuer Objekte und Landschaften bringt die Augen so mancher Senioren so zum Glänzen wie einst in Kindertagen. Außerdem fördert dieses Hobby für Rentner Kreativität und Motorik sowie die Problemlösungskompetenz. Wenn Sie im Verein an ausgefeilten Modellen tüfteln, kommen Sie zudem mit Gleichgesinnten in Kontakt und es können noch größere und fantasievollere Landschaften entstehen.

Gärtnern: beweglich bleiben und Ruhe finden

Wenn Sie schon vor Ihrem Ruhestand einen Garten bewirtschaftet haben, fällt die Umstellung nicht schwer. Endlich bleibt ausreichend Zeit zum Gärtnern. Achten Sie allerdings darauf, den Garten seniorengerecht auszubauen und ausreichend Pausen einzulegen, um sich nicht zu überlasten. Auch für Neueinsteiger ist das Gärtnern ein ausgezeichnetes Hobby im Alter. Bei der körperlichen Arbeit lässt es sich einmal so richtig auspowern und anschließend die getane Arbeit in der eigenen Ruheoase bewundern – und all das an der frischen Luft.

Sportarten für Rentner: bleiben Sie fit und aktiv

Wer rastet, der rostet, heißt es im Volksmund. Das bezieht sich sowohl auf die Psyche als auch auf  den Körper. Regelmäßiger Bewegung im Alter kommt eine große Bedeutung zu, um Krankheiten vorzubeugen. So gilt Bewegungsmangel als Ursache für die unterschiedlichsten Erkrankungen – von Übergewicht bis Demenz. Allerdings spielt der Körper mit zunehmenden Alter nicht mehr so mit, wie man es gern hätte. Daher sollten sich Sportarten für Senioren in erster Linie an der körperlichen Verfassung orientieren. Nachfolgend finden Sie Tipps, welche Sportarten für Rentner besonders gut geeignet sind.

Nordic Walking Senioren GruppeNordic Walking

Dieser Ausdauersport erfreut sich schon seit einiger Zeit bei Jung und Alt großer Beliebtheit und gehört aufgrund seiner gelenkschonenden Bewegungsabläufe zu den Sportarten für Senioren, die besonders empfehlenswert sind. Unter der Trendsportart versteht man schnelles Gehen, das durch den Einsatz spezieller Gehstöcke unterstützt wird. Die Stöcke sorgen dafür, dass der Oberkörper beim Ausüben der Sportart aktiv beteiligt ist, und geben den Rhythmus vor. Der Aufenthalt im Freien und das Training der Beweglichkeit erhöhen die Koordinationsfähigkeit und fördern die Durchblutung. Dadurch dient die Sportart der Herz- und Kreislaufunterstützung und hilft beim Vorbeugen von Gleichgewichtsstörungen und Osteoporose.

Wassersport

Weitere Sportarten für Rentner, welche gut die Gelenke schonen, sind Gymnastik und Wassersport. Während der Körper in der Wasserumgebung von seinem eigenen Gewicht entlastet wird, trainieren die gymnastischen Bewegungen fast alle Bereiche der Muskulatur. Mit Gymnastik und Aqua-Aerobic lässt sich die Beweglichkeit bis ins hohe Alter hinein gut erhalten. In vielen Städten wird diese Sportart als Kurs angeboten, der auf die speziellen Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten wird. Aufgrund des positiven Aspektes für die Gesundheit beteiligen sich außerdem die meisten Krankenkassen an den Kosten für solche Sportarten für Senioren.

Es ist nie zu spät: Hobbys im Alter

Für welche Freizeitaktivitäten Sie sich auch immer entscheiden: Der Spaß an der Tätigkeit sollte bei allen Hobbys im Alter im Vordergrund stehen. Gesunderhaltung und der Kontakt mit Gleichgesinnten gehen als positive Nebeneffekte von den Hobbys aus, die sich auf alle Bereiche Ihres Lebens vorteilhaft auswirken können. Und vergessen Sie eines nicht, wenn es um Hobbys für Senioren geht: Man ist nie zu alt, um neue und verrückte Dinge zu probieren. So können Sie auch einmal angesagte Freizeittrends wie Lachyoga und Geocaching versuchen, die sich auch ausgezeichnet als Hobbys für Rentner eignen. Während Lachyoga durch spezielle Atemtechniken für mehr Lebensfreude sorgt, geht mit Geocaching – eine Art Schnitzeljagd via GPS – ein Hauch von Abenteuer einher: Aspekte, die in jedem Alter das Leben bereichern.

 

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Älteres Paar macht Sport auf Yogamatten im Wohnzimmer

Dank Rückentraining die Rückenmuskulatur effektiv stärken

Rückenschmerzen sind hierzulande ein bekanntes Problem und treten vor allem durch vermehrten Bewegungsmangel auf. Stärken Sie daher Ihre Rückenmuskulatur rechtzeitig und bauen Sie effektive Rückenübungen in Ihren Alltag ein, um sich dauerhaft fit zu halten. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Rückentraining achten sollten und welche Vorteile sich durch regelmäßige Trainingseinheiten ergeben. Drüber hinaus geben wir Ihnen praktisches Tipps und Tricks für Ihr Training, sodass einem makellosen Körper- und Wohlgefühl nichts mehr im Weg steht.

Warum Rückentraining betreiben?

Regelmäßiges Rückentraining ist extrem wichtig, wenn Sie Ihre Gesundheit fördern sowie Ihre Körperhaltung stärken wollen. Rückenübungen kräftigen und dehnen die Muskeln und Bänder. Sie stabilisieren auf diese Weise das Muskelkorsett wie auch das Gleichgewichtssystem. Die Folge sind unter anderem weniger bis gar keine Rückenschmerzen, eine bessere Haltung und ein aktiver Organismus, der Ihre Durchblutung sowie den Energiehaushalt in Schwung bringt. Profitieren Sie jetzt von den Vorteilen eines effektiven Rückentrainings und integrieren Sie bereits einfache Übungen in Ihren Alltag mit oder ohne Fitnessgeräte.

Für wen ist Rückentraining eher ungeeignet?

Rückentraining ist wichtig, um sich dauerhaft fit zu halten. Dennoch sind Rückenübungen nicht für jeden geeignet und können in falschen Situationen mehr Schaden anrichten als Verbesserung bringen. Wir verraten Ihnen, wann Sie lieber auf die Fitnessübungen verzichten und zunächst Absprache mit Ihrem Arzt treffen sollten.

  • Sie haben derzeit akute Schmerzen
  • Sie sind aktuell an einem Infekt erkrankt
  • Sie sind vor kurzem operiert worden
  • Sie haben Schmerzen, die noch nicht ärztlich geklärt sind
  • Sie leiden unter chronischen Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer Lungenfunktionsstörung
  • Ihre Wirbelsäule ist entzündet

Wenn Sie bereits Schmerzen verspüren, ist es besonders wichtig, diese mit einem Arzt abzuklären. Wärmepflaster oder Schmerzsalben können Ihnen vorläufig dabei helfen, der Spirale aus Schonungshaltung, Bewegungsmangel und Schmerzen zu entkommen.

Älteres Paar beim Arzt und Physiotherapeutin

Das perfekte Rückentraining für Senioren in den eigenen vier Wänden

Das Rückentraining zu Hause zu absolvieren hat viele Vorteile. Sie müssen nicht extra ins Fitnessstudio oder nach draußen gehen und können auch bei schlechtem Wetter etwas für Ihre Gesundheit tun. Ein Intervall von zwei bis drei Mal die Woche für ca. 30 Minuten oder fünf bis 10 Minuten täglich ist ausreichend und verbessert Ihre Rückenmuskulatur ungemein. Als optimales Rückentraining für Senioren sind Übungen wie Strecken, Heben, Beugen und Halten sehr effektiv, um gezielt die Muskelpartien zu beanspruchen und sich nicht zu überanstrengen.

  1. Beugen: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und stellen Sie die Beine hüftbreit nebeneinander. Strecken Sie nun beide Arme in Richtung Decke. Neigen Sie den Oberkörper anschließend langsam nach vorn. Beachten Sie dabei, dass der Bewegungsablauf aus der Hüfte kommt. Halten Sie die Position knapp zehn Sekunden und gehen Sie zurück in die Ausgangshaltung. Diese Übung können Sie zwischen fünf bis zehn Mal wiederholen.
  1. Heben: Legen Sie sich seitlich auf eine Yoga- oder Gymnastikmatte. Beugen Sie Ihr unteres Bein und lassen Sie das obere gestreckt. Heben Sie Ihr oberes Bein in einem 30-Grad-Winkel an. Halten Sie diese Position für ca. zehn Sekunden und senken Sie Ihre Bein anschließend wieder. Diese Übung können Sie bis zu zehn Mal wiederholen bevor Sie die Seite wechseln.
  1. Strecken: Nehmen Sie auf einem Stuhl Platz und stellen Sie Ihre Beine hüftbreit auseinander. Legen Sie Ihre Handflächen auf Ihren Knien ab und achten Sie dabei, dass Ihre Finger in Richtung Oberschenkelinnenseite zeigen. Anschließend drücken Sie sich mit den Händen von den Beinen weg, bis Ihre Ellenbogen und Ihr Rücken gestreckt sind. Richten Sie Ihren Kopf zur Decke und halten Sie diese Position für zehn Sekunden. Wiederholen Sie die Übung bis zu zehn Mal.
  1. Halten: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und stützen Sie sich mit den Händen seitlich auf der Stuhlkante ab. Heben Sie den Po dabei so weit an, dass Brust, Oberschenkel und Becken eine gerade Linie bilden. Diese Position können Sie ca. fünf bis zehn Sekunden halten und anschließend ungefähr zehn Mal wiederholen.

Seniorin mit Yogamatte

Tipps und Tricks für das Rückentraining zu Hause

Sie wollen verstärkt ein Rückentraining absolvieren und damit Ihren Rücken stärken? Dann haben wir ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, die Sie bei Ihren Übungen zum Rückenstärken beachten sollten.

  1. Machen Sie das Rückentraining zu Ihrer Gewohnheit: Wenn Sie dauerhaft Ihren Rücken stärken möchten, empfehlen wir Ihnen Ihr Rücktraining zur Gewohnheit werden zu lassen und in den Alltag zu integrieren. Schauen Sie sich Ihre Alltagsrituale und -routinen an und überlegen Sie, wann Sie zehn Minuten Rückenübungen einbauen können.
  1. Achten Sie auf Kleinigkeiten zu Hause und im Alltag:Um Ihre Rückengesundheit zu verbessern, analysieren Sie außerdem Ihren Alltag und achten Sie auf Ihre Körperhaltung beim Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen. Wie heben Sie zudem Gegenstände und wie ist Ihre Schlafqualität? Alle diese Aspekte und so vieles mehr können über Ihre Rückengesundheit entscheiden und Rückenschmerzen vorbeugen.
  1. Variieren Sie mit den Übungen:Machen Sie nicht immer die gleichen Übungen, um den Rücken zu stärken. Variieren Sie Ihr Rückentraining, sodass Sie Abwechslung genießen und nicht immer die gleichen, sondern unterschiedliche Muskelgruppen beanspruchen.
  1. Machen Sie tägliche fünf bis zehn Minuten Rückentraining: Bauen Sie täglich fünf bis zehn Minuten Rückentraining in Ihren Alltag ein. Dank dieser kleinen Trainingseinheit gewöhnt sich Ihr Körper Stück für Stück an die Belastung und Ihre Muskeln werden kontinuierlich aufgebaut. Auf diese Weise minimieren Sie das Risiko für Rückenschmerzen und erhöhen die Beweglichkeit auch im hohen Alter.

 

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Seniorenpaar unter einem Baum im Sommer

Tipps bei Hitze – gut durch die Sommermonate kommen

Der Sommer ist die Jahreszeit, die mit Eis, Sonne und Strandurlaube lockt. Es ist aber auch die Zeit im Jahr, in welcher Hitze, schwüle Temperaturen und Kreislaufprobleme auf uns warten. Damit Sie die heißen Sommermonate sicher überstehen, geben wir Ihnen wichtige Tipps bei Hitze sowie hoher Luftfeuchtigkeit, sodass Sie jede Tages- und Nachtzeit gut überstehen. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie mehr über ein hitzegerechtes Verhalten sowie die richtige Ernährung bei heißen Sommertemperaturen. Darüber hinaus verraten wir Ihnen, wie Sie im Sommer richtig lüften, damit Sie sich stets in Ihren eigenen vier Wänden wohl fühlen und nachts gut schlafen.

Kreislaufprobleme im Sommer vor allem im Alter gefährlich

Der Sommer ist vor allem für Kinder oder junge Menschen eine der schönsten Jahreszeiten. Für ältere Menschen können die hohen Sommertemperaturen jedoch schnell zur Belastung werden, denn im Alter nimmt der Hitzeschutz des Körpers in der Regel ab, was schnell zu Kreislaufproblemen und einem gestörten Flüssigkeitshaushalt führen kann.  Besonders Menschen mit Herzleiden oder erhöhtem Blutdruck sollten die nötigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um keine Ohnmacht zu riskieren. Umgehen Sie Kreislaufbeschwerden, Unwohlsein, Müdigkeit oder Schwächeanfälle und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, welche unter anderem mit regelmäßigem Trinken, einer guten Lüftung oder einem Mittagsschlaf gemindert werden können.

Tipps bei Sommerhitze anwenden und Kreislauf in Schwung bringen

Die Sommerhitze ist kein Gegner, dem wir schutzlos ausgeliefert sind. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie eine Menge bewirken und Ihrer Gesundheit effektiv etwas Gutes tun. Entdecken Sie jetzt unsere Tipps und bereiten Sie sich auf den nächsten Sommereinbruch ausreichend vor.

Lauwarme anstatt kalte Drinks

Vor allem im Sommer gilt es ausreichend und das Richtige zu trinken, da ansonsten eine Dehydrierung droht. Vor allem ältere Menschen merken erst viel zu spät ein Durstgefühl, da es im hohen Alter in der Regel weniger stark ausgeprägt ist. Gute Anzeichen für einen Flüssigkeitsmangel sind unter anderem Furchen auf der Zunge, eine steigende Körpertemperatur oder die Haut an den Unterarmen, die sich beim Zusammenkneifen nicht sofort wieder zurückzieht. Fällt es Ihnen schwer ausreichend zu trinken, erstellen Sie sich zur Sicherheit einen Trinkplan auf, um Ihre tägliche Flüssigkeitszufuhr im Blick zu behalten.

Alte Frau mit Wasserglas in der Hand und Gehstock

Bei der Wahl der Getränke greifen Sie bestenfalls nicht auf eiskalte Getränke zurück, da sie dem Körper Energie entziehen. Nach der Aufnahme will Ihr Organismus die Kälte ausgleichen, indem er sich erwärmt, was zu Schweißperlen auf der Stirn führt. Setzen Sie stattdessen lieber auf lauwarme Tees oder stilles Wasser in Zimmertemperatur mit einem Spritzer Zitronensaft. Auf diese Weise gleichen Sie Ihren Flüssigkeitsverlust aus und halten Ihren Kreislauf in Schwung.

Clever Speisen

Die richtige Ernährung spielt bei der Hitze im Sommer eine große Rolle. Verzichten Sie auf schwere oder fettige Kost, da sie Ihrem Körper zu viel Energie für die Verdauung abverlangt. Diese fehlt ihm wiederum für die Regulierung der Körpertemperatur, sodass eine Dehydrierung wahrscheinlicher wird. Greifen Sie daher lieber auf frische und vitaminreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse, die Ihre Verdauungsprozesse entlasten und Ihren Organismus ankurbeln. Typische Sommerspeisen sind beispielsweise knackige Salate, kalte Gemüsesuppen oder erfrischende Obstteller, sodass gleichzeitig Ihr Flüssigkeits- sowie Energiehaushalt angehoben wird.

Den Kreislauf schonen

Setzen Sie Ihrem Körper keinen unnötigen Belastungen aus. Anstrengende Tätigkeiten gilt es zu vermeiden, ebenso Sport in der Mittagshitze oder der Konsum von Alkohol und Kaffee. Zwar bietet letzterer Energie, doch diese sackt schnell wieder ab, was für den Organismus eine zusätzliche Belastung darstellt. Wenn Sie sportlichen Betätigungen nachgehen möchten, dann verschieben Sie diese in die frühen Morgen oder späten Abendstunden, in denen die Luft ein wenig frischer wird und die Umgebungstemperatur abnimmt.

Nasse Erfrischung – der klassische Tipp bei Hitze

Bei der großen Sommerhitze ist jede Abkühlung willkommen. Gehen Sie am See baden oder gönnen Sie sich ein kaltes Fußbad, um Ihre Körpertemperatur auf Normalmaß zu bringen. Darüber hinaus können Sie Ihre Schuhsohlen über Nacht in den Kühlschrank legen, sodass bei einer Aktivitätsverlagerung nach draußen Ihre Füße stets kühl gehalten werden, was wiederum Ihren Kreislauf schont. Auch das Umfunktionieren einer Wärmflasche ist eine gute Möglichkeit für eine Abkühlung, indem Sie sie anstatt mit warmen mit kaltem Wasser befüllen. Anschließend legen Sie sie zwischen die Füße oder die Beine. Von einer kalten Dusche mitten am Tag raten wir hingegen ab, da sie dafür sorgt, dass sich die Poren zusammenziehen und Sie danach stärker schwitzen als zuvor. Duschen Sie stattdessen eher unter lauwarmem Wasser und verwenden Sie im Anschluss eine kühlende Bodylotion.

Im Sommer richtig lüften

Das richtige Lüften der eigenen vier Wände ist in den Sommermonaten ganz entscheidend. Lüften Sie am besten in den frühen Morgenstunden und in der Nacht und dunkeln Sie tagsüber die Fenster ab. Auf diese Weise kommt keine unnötig warme Luft in Ihre Wohnung und Sie halten Ihre Räumlichkeiten angenehm kühl. Dank Jalousien oder Vorhängen können sich Ihre Zimmer zudem nicht so stark aufwärmen.

Mittagsschlaf machen

Ein weiterer unserer Tipps bei Hitze ist es, die heißeste Zeit des Tages zu umgehen. Machen Sie es wie die Südländer und ziehen Sie sich in den wärmsten Tagestunden zwischen 12 und 15 Uhr an einen kühlen Ort zurück. Auch ein Mittagsschlaf ist in diesen Stunden extrem hilfreich. Auf diese Weise sparen Sie Ihre Energie und können gestärkt in den Nachmittag starten.

Ältere Frau entspannt im Garten im Sommer

Richtige Kleidung

Tragen Sie bei der bedrückender Sommerhitze am besten Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Leinen, Baumwolle oder Seide. Diese sind luftdurchlässig und nehmen Flüssigkeiten wie Schweiß gut auf, was für zusätzliche Abkühlung sorgt. Darüber hinaus sind helle Farben wichtig, da dunkle Kleidungsstücke vermehrt Wärme absorbieren. Darüber hinaus ist vor allem für Kinder oder ältere Menschen eine Kopfbedeckung wichtig, sobald Sie das Haus verlassen. Auf diese Weise beugen Sie einfach und effektiv einem Sonnenstich vor.

Beine hochlagern

Die warmen Temperaturen im Sommer sorgen dafür, dass die Blutgefäße sich weiten und die Venen weniger elastisch und fest sind. Auf diese Weise tritt mehr Flüssigkeit ins Gewebe aus, was für geschwollene Knöcheln und Unterschenkel führt. Lagern Sie die Beine für ein paar Minuten kurz hoch, damit Sie sich entspannen können und die Venenklappen wieder belebt werden.

Schlafen trotz Hitze

Im Sommer fällt es vielen Menschen schwer tief und erholsam zu schlafen. Um einem leichten sowie gestörten Schlaf aufgrund von hohen Umgebungstemperaturen aus dem Weg zu gehen, dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer tagsüber gut ab und öffnen Sie das Fenster in der Nacht, sodass die Luft zirkulieren kann.

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Sechs Senioren treffen sich draußen, zum Teil mit Gehhilfen

Eingeschränkte Mobilität: Wenn der Körper nicht mehr richtig kann

Mal eben noch eine Milch aus dem Supermarkt holen oder spontan Freunde besuchen: Tätigkeiten, die im jungen Alter eine Selbstverständlichkeit darstellen, werden im Alter immer schwieriger bis unmöglich. Krankheiten und Alterserscheinungen schränken die Mobilität zunehmend ein, sodass der Alltag für viele Senioren vermehrt zur Belastungsprobe wird, und die Gefahr besteht, dass sie ihre Selbstständigkeit verlieren. Denn je weniger den älteren Menschen aus eigener Kraft gelingt, desto weniger Versuche unternehmen sie oftmals dazu. Und so nimmt die Beweglichkeit noch weiter ab und kann letztendlich bis zur Bettlägerigkeit führen. Dabei kann sich die Mobilität gerade im Alter für viele Bereiche des Lebens als wahrer Jungbrunnen erweisen.

Was bedeutet eingeschränkte Mobilität?

Unter Bewegungseinschränkung versteht man den teilweisen Verlust der Mobilität. Dies kann in Folge eines Unfalls lediglich über einen begrenzten Zeitraum zutreffen oder gerade bei Alterserscheinungen dauerhaft der Fall sein. Das Maß, in dem die Betroffenen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, fällt sehr unterschiedlich aus. Während bei manchen einzelne Bewegungen lediglich einen höheren Kraftaufwand erfordern, können andere so stark beeinträchtigt sein, dass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind – in diesem Fall macht die eingeschränkte Mobilität einen Pflegeplan erforderlich, in dem die einzelnen Unterstützungsmaßnahmen aufgeführt sind.

Die Ursachen der Immobilität

Warum die Beweglichkeit beim Einzelnen nachlässt, kann verschiedene Ursachen haben. Eingeschränkte Mobilität ist bei Senioren in vielen Fällen auf den normalen Alterungsprozess zurückführen: Die Knochen werden poröser und instabiler, die Muskeln bilden sich zurück. Darüber hinaus unterliegen die sensorischen Fähigkeiten im Alter Einschränkungen. Die Seh- und Hörfähigkeit nimmt ab, während sich die Reaktionszeit verlängert. Aber auch Krankheiten wie Arthrose, ein Schlaganfall oder Multiple Sklerose beeinträchtigen die Funktionstüchtigkeit des Bewegungsapparates. Außerdem können die Ursachen in psychischen Störungen wie einer Demenz liegen. Eingeschränkte Mobilität ergibt sich manchmal aber auch aus der Folge von Medikamentennebenwirkungen oder einem Unfall. Das Selbstvertrauen zeigt sich ebenfalls als entscheidender Faktor. Denn viele Menschen trauen sich aufgrund der Alterserscheinungen nicht mehr so viel zu, bewegen sich daher weniger, sodass die Beweglichkeit weiter abnimmt.

Eingeschränkte Mobilität im Alter – die Folgen

Weil unsere moderne Lebenswelt in großem Maß auf Mobilität anlegt ist, fallen die Einschränkungen, die sich aus den Beeinträchtigungen ergeben, umso schwerwiegender aus. Beweglichkeit und Bewegung wirken sich auf weit mehr Bereiche des Lebens aus als nur auf den körperlichen Bereich. Denn die Beweglichkeit steht in enger Verbindung zum Selbstwert, Selbstbewusstsein und auch der Lebensfreude. Eingeschränkte Mobilität im Alter wird daher im geistig-psychischen Bereich mit einer verminderten Lebensqualität in Verbindung gebracht. Bewegungseinschränkungen erschweren außerdem die Teilhabe am sozialen Leben, weil sich soziale Kontakte nicht mehr so einfach pflegen lassen und die gesellschaftliche Partizipation erschwert ist. Im Alltag werden bereits einfache Gänge zum Problem – sei es nur das Einkaufen, der Arztbesuch oder ein Ausflug in die Natur.

Älteres Paar geht mit Rollator und Gehstock spazieren

Die Selbständigkeit erhalten

Ob eingeschränkte Mobilität nach einem Unfall oder als Alterserscheinungen: Den Betroffenen stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um trotz Beeinträchtigung so viel wie möglich selbstständig zu erledigen und dadurch ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Auch in der Pflege gilt die Erhaltung der Mobilität als wichtiger Grundsatz.

Mobil bleiben, wenn die Gehfähigkeit beeinträchtigt ist

Ist die Gehfähigkeit betroffen, kann geeignete Rehatechnik dafür sorgen, dass der Betroffene seine Mobilität erhält oder zumindest in Teilen zurückerlangt. Je nach Ausprägungsgrad kann das eine Gehhilfe wie ein Gehstock oder ein Rollator bewerkstelligen, der schnell zum unverzichtbaren Begleiter auf allen Wegen wird. Wer trotz eingeschränkter Mobilität nicht auf seine Flexibilität verzichten will und gerne auch einmal längere Strecken zurücklegt, der wird seinen Bewegungsraum mit einem Scooter erheblich vergrößern. Stärker beeinträchtigte Menschen macht ein Rollstuhl wieder mobil und eröffnet ihnen die Möglichkeiten, an zahlreichen Aktivitäten teilzunehmen.

Kleine Alltagshelfer, die das Leben vereinfachen

Wenn der Körper nicht mehr so will wie der Geist, stellen die mitunter einfachsten Handgriffe Sie oder Ihre Angehörigen vor große Herausforderungen – und das nicht nur außerhalb der eigenen vier Wände, sondern auch im eigenen Haus oder der Wohnung. In diesem Fall ist es entscheidend, dass sich die Betroffenen nicht mit dem Ist-Zustand abfinden, sondern alle Möglichkeiten ausreizen, die sich ihnen für ein selbstbestimmtes Leben bieten. Denn auch wenn Sie aufgrund des Alters oder eines Unfalls in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können sich Sie sich mit verschiedenen Hilfsmitteln bei alltäglichen Dingen entlasten lassen und so Ihren Alltag zu großen Teilen auch ohne fremde Hilfe bestreiten. Wenn Ihren das Öffnen von Dosen oder Flaschen schwer fällt, weil die Kräfte schwinden, kann Sie ein entsprechender Glas- und Flaschenöffner dabei entlasten. Mit einem Einkaufswagen schonen Sie Ihre Kräfte beim Einkaufen.

Badhilfen zur Unterstützung

Altersgerechtes Bad mit Haltegriffen und Toilettensitzerhöhung

Damit Sie auch die Körperhygiene trotz eingeschränkter Mobilität selbst meistern können, geben Ihnen Badhilfen die benötigte Unterstützung und bieten Ihnen obendrein noch Sicherheit und Komfort.

  • ein Duschstuhl oder Badewannensitz,
  • eine Eincremehilfe für schwer erreichbare Stellen,
  • Haltegriffe, die beim längeren Stehen für Halt sorgen und beim Hinsetzen und Aufstehen helfen,
  • Einstiegshilfen, die einen sicheren Ein- und Ausstieg aus der Badewanne gewährleisten, ideal, wenn die Koordination von Armen und Beinen schwer fällt.

Bleiben Sie mobil

Die konkrete Ausgestaltung des Alltagslebens hängt davon ab, wie stark die Beweglichkeit beeinträchtigt ist. Das oberste Ziel ist immer, die Immobilität zu verhindern und somit Pflegebedürftigkeit und Bettlägerigkeit vorzubeugen. Daher sollten Betroffene so viele Bewegungen wie möglich selbst durchführen oder ihre Mobilität mit gezielten Übungen und passenden Fitnessgeräten trainieren. Denn der Begriff der Beweglichkeit bezieht sich nicht nur auf einzelne Bewegungsabläufe, die möglich oder nicht möglich sind. Vielmehr geht es dabei um den Spielraum für das eigene Leben, die Mobilität eröffnet. Mit den entsprechenden Hilfsmitteln können Sie trotz Beeinträchtigungen aber auch mit Alterserscheinungen noch lange Zeit mobil bleiben.

 

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