Gesundheit & Fitness

Wie man sich bettet…

Im Bett liegen

Patienten, Pflegende und Angehörige kennen die Herausforderungen der richtigen Pflege und Unterstützung von Personen, die gänzlich oder zu einem Großteil ihrer Zeit das Bett nicht mehr verlassen können. Ein regelmäßiges Mobilisieren der Patienten ist wichtig, um den Folgen der Bettlägerigkeit zuvor zu kommen. Geschieht dies nicht häufig genug, können sich unangenehme und gefährliche Geschwüre bilden. Diese Dekubitalgeschwüre sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die offenen Wundstellen öffnen Tür und Tor für Krankheitserreger und Infektionen. Die Folgen können von Fieber bis hin zu einer Blutvergiftung lebensgefährliche Formen annehmen. Die richtige Ausstattung des Krankenzimmers und eine gute Prophylaxe sind der richtige Weg, um dem Dekubitus vorzubeugen.

Dekubitusmatratze – Mindern Sie den Druck

Eine Dekubitus- oder auch Anti-Dekubitusmatratze unterstützt nicht nur die Pflegenden, sondern auch die bettlägerigen Menschen bei der Vermeidung oder der Therapie von Wundstellen. Sie vermindern den Auflagedruck des Körpers auf dem Bett, andere unterstützen durch abwechselnde Be- und Entlastung die Vermeidung von Dekubitalgeschwüren. Eine Pflege ersetzen Anti-Dekubitusmatratzen allerdings nicht. Grundsätzlich wird zwischen vier verschiedenen Dekubitusmatratzen unterschieden. Die verfügbare Produktepalette reicht von Wechseldrucksystemen, statischen Weichlagerungssystemen, Mikro-Stimulation bis hin zu Gelmatratzen. Je nach Anfälligkeit und Grad des Dekubitus ist jedes System passend für bestimmte Patientengruppen. Um eine passende Auswahl zu treffen ist ein ärztlicher Rat unersetzlich. Auch die geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sanitätshaus, aus den Bereichen Rehatechnik und HomeCare, unterstützen gern bei der Wahl der richtigen Anti-Dekubitusmatratze, die Patienten und Angehörigen die nötige Linderung verschaffen wird.

Dekubitus richtig vorbeugen

Der Dekubitus wird in vier Stufen unterteilt – sie reichen von Wundstellen, die sich durch Schwellungen und Rötungen äußern, bis hin zu eitrigen, tiefen Wunden im Hautgewebe und den darunter liegenden Schichten. Wird frühzeitig ein Dekubitalgeschwür festgestellt, ist eine schnelle Reaktion unumgänglich. Hierbei sollte alles betrachtet werden, vom Lagern des Patienten bis hin zur sofortigen Wundbehandlung mit einer umfassenden Versorgung des Geschwürs. Besser ist es allerdings, die Geschwüre gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der Schlüssel zur Vermeidung von Dekubitus liegt in der regelmäßigen Mobilisation der Patienten und der umfassenden Pflege der Haut. Die Haut sollte dabei stets sauber, trocken und geschmeidig sein. Unterstützend zur gewöhnlichen Körperpflege sollten Hautcremes angewandt werden, die zum Hauttyp des gepflegten Menschen passen und der Haut die nötige Feuchtigkeit spenden, um intakt zu bleiben.