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Eingeschränkte Mobilität: Wenn der Körper nicht mehr richtig kann

Sechs Senioren treffen sich draußen, zum Teil mit Gehhilfen

Mal eben noch eine Milch aus dem Supermarkt holen oder spontan Freunde besuchen: Tätigkeiten, die im jungen Alter eine Selbstverständlichkeit darstellen, werden im Alter immer schwieriger bis unmöglich. Krankheiten und Alterserscheinungen schränken die Mobilität zunehmend ein, sodass der Alltag für viele Senioren vermehrt zur Belastungsprobe wird, und die Gefahr besteht, dass sie ihre Selbstständigkeit verlieren. Denn je weniger den älteren Menschen aus eigener Kraft gelingt, desto weniger Versuche unternehmen sie oftmals dazu. Und so nimmt die Beweglichkeit noch weiter ab und kann letztendlich bis zur Bettlägerigkeit führen. Dabei kann sich die Mobilität gerade im Alter für viele Bereiche des Lebens als wahrer Jungbrunnen erweisen.

Was bedeutet eingeschränkte Mobilität?

Unter Bewegungseinschränkung versteht man den teilweisen Verlust der Mobilität. Dies kann in Folge eines Unfalls lediglich über einen begrenzten Zeitraum zutreffen oder gerade bei Alterserscheinungen dauerhaft der Fall sein. Das Maß, in dem die Betroffenen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, fällt sehr unterschiedlich aus. Während bei manchen einzelne Bewegungen lediglich einen höheren Kraftaufwand erfordern, können andere so stark beeinträchtigt sein, dass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind – in diesem Fall macht die eingeschränkte Mobilität einen Pflegeplan erforderlich, in dem die einzelnen Unterstützungsmaßnahmen aufgeführt sind.

Die Ursachen der Immobilität

Warum die Beweglichkeit beim Einzelnen nachlässt, kann verschiedene Ursachen haben. Eingeschränkte Mobilität ist bei Senioren in vielen Fällen auf den normalen Alterungsprozess zurückführen: Die Knochen werden poröser und instabiler, die Muskeln bilden sich zurück. Darüber hinaus unterliegen die sensorischen Fähigkeiten im Alter Einschränkungen. Die Seh- und Hörfähigkeit nimmt ab, während sich die Reaktionszeit verlängert. Aber auch Krankheiten wie Arthrose, ein Schlaganfall oder Multiple Sklerose beeinträchtigen die Funktionstüchtigkeit des Bewegungsapparates. Außerdem können die Ursachen in psychischen Störungen wie einer Demenz liegen. Eingeschränkte Mobilität ergibt sich manchmal aber auch aus der Folge von Medikamentennebenwirkungen oder einem Unfall. Das Selbstvertrauen zeigt sich ebenfalls als entscheidender Faktor. Denn viele Menschen trauen sich aufgrund der Alterserscheinungen nicht mehr so viel zu, bewegen sich daher weniger, sodass die Beweglichkeit weiter abnimmt.

Eingeschränkte Mobilität im Alter – die Folgen

Weil unsere moderne Lebenswelt in großem Maß auf Mobilität anlegt ist, fallen die Einschränkungen, die sich aus den Beeinträchtigungen ergeben, umso schwerwiegender aus. Beweglichkeit und Bewegung wirken sich auf weit mehr Bereiche des Lebens aus als nur auf den körperlichen Bereich. Denn die Beweglichkeit steht in enger Verbindung zum Selbstwert, Selbstbewusstsein und auch der Lebensfreude. Eingeschränkte Mobilität im Alter wird daher im geistig-psychischen Bereich mit einer verminderten Lebensqualität in Verbindung gebracht. Bewegungseinschränkungen erschweren außerdem die Teilhabe am sozialen Leben, weil sich soziale Kontakte nicht mehr so einfach pflegen lassen und die gesellschaftliche Partizipation erschwert ist. Im Alltag werden bereits einfache Gänge zum Problem – sei es nur das Einkaufen, der Arztbesuch oder ein Ausflug in die Natur.

Älteres Paar geht mit Rollator und Gehstock spazieren

Die Selbständigkeit erhalten

Ob eingeschränkte Mobilität nach einem Unfall oder als Alterserscheinungen: Den Betroffenen stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um trotz Beeinträchtigung so viel wie möglich selbstständig zu erledigen und dadurch ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Auch in der Pflege gilt die Erhaltung der Mobilität als wichtiger Grundsatz.

Mobil bleiben, wenn die Gehfähigkeit beeinträchtigt ist

Ist die Gehfähigkeit betroffen, kann geeignete Rehatechnik dafür sorgen, dass der Betroffene seine Mobilität erhält oder zumindest in Teilen zurückerlangt. Je nach Ausprägungsgrad kann das eine Gehhilfe wie ein Gehstock oder ein Rollator bewerkstelligen, der schnell zum unverzichtbaren Begleiter auf allen Wegen wird. Wer trotz eingeschränkter Mobilität nicht auf seine Flexibilität verzichten will und gerne auch einmal längere Strecken zurücklegt, der wird seinen Bewegungsraum mit einem Scooter erheblich vergrößern. Stärker beeinträchtigte Menschen macht ein Rollstuhl wieder mobil und eröffnet ihnen die Möglichkeiten, an zahlreichen Aktivitäten teilzunehmen.

Kleine Alltagshelfer, die das Leben vereinfachen

Wenn der Körper nicht mehr so will wie der Geist, stellen die mitunter einfachsten Handgriffe Sie oder Ihre Angehörigen vor große Herausforderungen – und das nicht nur außerhalb der eigenen vier Wände, sondern auch im eigenen Haus oder der Wohnung. In diesem Fall ist es entscheidend, dass sich die Betroffenen nicht mit dem Ist-Zustand abfinden, sondern alle Möglichkeiten ausreizen, die sich ihnen für ein selbstbestimmtes Leben bieten. Denn auch wenn Sie aufgrund des Alters oder eines Unfalls in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können sich Sie sich mit verschiedenen Hilfsmitteln bei alltäglichen Dingen entlasten lassen und so Ihren Alltag zu großen Teilen auch ohne fremde Hilfe bestreiten. Wenn Ihren das Öffnen von Dosen oder Flaschen schwer fällt, weil die Kräfte schwinden, kann Sie ein entsprechender Glas- und Flaschenöffner dabei entlasten. Mit einem Einkaufswagen schonen Sie Ihre Kräfte beim Einkaufen.

Badhilfen zur Unterstützung

Altersgerechtes Bad mit Haltegriffen und Toilettensitzerhöhung

Damit Sie auch die Körperhygiene trotz eingeschränkter Mobilität selbst meistern können, geben Ihnen Badhilfen die benötigte Unterstützung und bieten Ihnen obendrein noch Sicherheit und Komfort.

  • ein Duschstuhl oder Badewannensitz,
  • eine Eincremehilfe für schwer erreichbare Stellen,
  • Haltegriffe, die beim längeren Stehen für Halt sorgen und beim Hinsetzen und Aufstehen helfen,
  • Einstiegshilfen, die einen sicheren Ein- und Ausstieg aus der Badewanne gewährleisten, ideal, wenn die Koordination von Armen und Beinen schwer fällt.

Bleiben Sie mobil

Die konkrete Ausgestaltung des Alltagslebens hängt davon ab, wie stark die Beweglichkeit beeinträchtigt ist. Das oberste Ziel ist immer, die Immobilität zu verhindern und somit Pflegebedürftigkeit und Bettlägerigkeit vorzubeugen. Daher sollten Betroffene so viele Bewegungen wie möglich selbst durchführen oder ihre Mobilität mit gezielten Übungen und passenden Fitnessgeräten trainieren. Denn der Begriff der Beweglichkeit bezieht sich nicht nur auf einzelne Bewegungsabläufe, die möglich oder nicht möglich sind. Vielmehr geht es dabei um den Spielraum für das eigene Leben, die Mobilität eröffnet. Mit den entsprechenden Hilfsmitteln können Sie trotz Beeinträchtigungen aber auch mit Alterserscheinungen noch lange Zeit mobil bleiben.

 

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