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Flüssigkeitsmangel im Alter

Rentnerin trinkt Wasser

Warum das Trinken so schwer fällt

Durst, mit diesem Gefühl reguliert der Körper seinen Flüssigkeitshaushalt. Wenn wir durstig sind, greifen wir zu einem Glas Wasser. Ganz natürlich, oder? Doch was ist, wenn wir keinen Durst mehr verspüren, wenn der Körper im Alter dieses entscheidende Signal verlernt?

Glas mit Wasser

Wasser ist lebenswichtig

Ohne Wasser kann der menschliche Körper nur drei bis vier Tage überleben, ohne ernsthafte Schäden davon zu tragen. Nur durch eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können alle lebenswichtigen Körperfunktionen aufrechterhalten werden. Außerdem entledigt sich der Körper über das ausgeschiedene Wasser vieler Schadstoffe.

Eine verminderte Flüssigkeitsaufnahme, zum Beispiel durch ungenügendes Trinken im Alter, kann schwerwiegende Auswirkungen haben. Die ersten Anzeichen sind oft unspezifisch: trockener Mund, Schwäche oder Schwindel. Der Flüssigkeitsmangel, auch Dehydration, kann bis zur regelrechten Austrocknung führen.

Die Liste der Symptome, die durch einen Flüssigkeitsmangel verursacht werden können, ist lang:

  • trockener Mund
  • Leistungsminderung, Schwindelattacken, Lethargie
  • Kreislaufprobleme, Bewusstlosigkeit
  • Fieber
  • Verstopfung
  • Beeinträchtigungen der Wahrnehmung und des Kurzzeitgedächtnisses, Verwirrtheit
  • erhöhte Sturzneigung
  • Gewichtsverlust
  • Herzrasen
  • Thrombosen

Da viele dieser Beschwerden bei Alternden vermehrt auftreten, bleibt ein Flüssigkeitsmangel häufig unerkannt. Bei einer starken Dehydration können jedoch lebensbedrohliche Komplikationen wie Krampfanfälle, Beeinträchtigungen des Nervensystems oder Nierenversagen auftreten. Obendrein kann Flüssigkeitsmangel die Symptome anderer Krankheiten wie Demenz-Erkrankungen sowie Nieren- und Blasenschwächen verstärken.

Was bedeutet ausreichend trinken im Alter?

Gerade älteren Menschen macht es häufig Mühe, über den Tag hinweg genug zu trinken. Doch warum trinken Senioren oftmals zu wenig? Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Die Angst vor Inkontinenz oder Prostataleiden spielen eine Rolle, manchem fehlt auch ganz einfach die Gewohnheit zu trinken.

Viele ältere Menschen klagen aber vor allem über ein mangelndes Durstgefühl, das es ihnen schwierig mache, ausreichend zu trinken. Das kann daran liegen, dass die Nieren mit der Zeit ihre Anpassungsfähigkeit verlieren, den Harn nicht mehr so gut konzentrieren können und dadurch die Regulation des Wasserhaushalts im Körper gestört ist. Zusätzlich unterdrücken alternde Sinneszellen das Durstempfinden. Die Folge ist, dass ältere Menschen keinen Durst mehr haben, obwohl sie Wasser brauchen.

Deshalb kann es für Senioren nötig werden, die Flüssigkeitsaufnahme aktiv zu kontrollieren. Älter werdende Personen benötigen pro Tag ca. 2,25 Liter Flüssigkeit. Davon sollten mindestens 1,5 Liter in Form von Getränken, der Rest über die Nahrung aufgenommen werden.

Teekanne mit Teetasse

Tipps und Tricks gegen Flüssigkeitsmangel – Routine entwickeln

Gewöhnung ist alles. Das gilt auch für ausreichendes Trinken im Alter. Um einen Flüssigkeitsmangel zu vermeiden, können folgende Trinkhilfen nützlich sein:

  • nach Vorliebe trinken: Mögen Sie es kalt oder heiß? Mit Kohlensäure oder ohne?
  • mehr Abwechslung durch verschiedene Getränke
  • einen Trinkplan erstellen und die Trinkmenge täglich kontrollieren
  • die Trinkrationen schon am Morgen vorbereiten
  • Trinkrituale als Trinkhilfen einführen: z.B. der 5-Uhr-Tee

Besonders geeignete Getränke:

  • Mineralwasser oder stilles Wasser
  • Saftschorlen oder verdünnte Säfte
  • Tee, z.B. Früchtetee oder Kräutertee

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