Gesundheit & Fitness

Für immer jung oder vernünftig altern?

Wandern

Mit dem Verb „altern“ wurden in der Vergangenheit überwiegend positive Eigenschaften verbunden. Die Fülle an Lebenserfahrung und Weisheit nötigte Respekt ab und mit jedem grauen Haar steigerte sich die Ehrfurcht. Da hat sich in der Gesellschaft leider einiges getan. Fünf Minuten Werbung im Fernsehen reichen schon aus, um die Tendenz zu erkennen: Sie sollten ewig jung bleiben wollen und panische Angst vor Alterszeichen haben. Falten müssen reduziert sowie graue Haare mit Farbe vertuscht werden. Und auch mit 80 Jahren sollten Sie Ihren Enkeln noch vital hinterherrennen.

Was erwarten Sie von Ihrer Zukunft?

683529_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deEinerseits kann man sich darüber aufregen, dass die Werbung vorschreibt, dass man sich gegen das Unvermeidbare zu wehren hat. Älter werden Sie ja jeden Tag. Andererseits haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass der alte Spruch „Ich bin so alt, wie ich mich fühle“ tatsächlich stimmt. Es ist die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung – wenn Sie sich jung und energisch fühlen, werden Sie es auch länger bleiben! Freuen Sie sich auf Ihre Rente? Werden Sie endlich die Zeit haben, zu verreisen, ein Instrument spielen zu lernen oder die gefühlten tausend Bücher lesen? Oder haben Sie eher Sorgen, dass Sie vereinsamt und hilflos im Heim sitzen werden? Laut Umfragen gibt es unterschiedliche gesundheitliche und gesellschaftliche Herausforderungen, vor denen sich viele Erwachsene fürchten. Die einzige Medizin gegen die zunehmende „Altersphobie“ ist die ganz konkrete Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ängsten.

Selbstständig durch den Alltag

Über die Hälfte der Befragten (55,6%) haben Angst vor der Hilfsbedürftigkeit im höheren Alter. Jeder kann sich darunter etwas vorstellen. Es kann sehr ernüchternd sein, wenn man feststellen muss, dass die selbstverständlichsten Handlungen innerhalb und außerhalb der Wohnung alleine oder ohne Hilfsmittel nicht mehr zu schaffen sind. Aber sehen Sie es nicht allzu negativ. Bereiten Ihnen die Milchkartons Ärger am Frühstückstisch? Das bedeutet noch keineswegs, dass Sie zum Pflegefall geworden sind. Natürlich können Siejeden Morgen Kinder oder Nachbarn bitten, Ihnen zu helfen. Die Alternative ist aber besser: Sie statten die Packungen mit Kartongriffen aus dem Sanitätshaus Alippi aus und gießen ohne Probleme ein Glas ein. So einfach geht das.

Auch im Alter mobil unterwegs

683482_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deSelbst größere physische Einschränkungen können mittlerweile zu einem sehr großen Teil in der eigenen Wohnung ausgeglichen werden. Mit einigen Anpassungen machen Sie Ihre Wohnung barrierefrei, damit Sie entspannt mit einem Rollator oder Rollstuhl von einem Raum in den nächsten gelangen können. Auch draußen können Sie sehr lange mobil bleiben. Mit einem Scooter kommen Sie schnell und bequem zum Supermarkt oder können den Hund eine kleine Runde ausführen.

Die Perspektive ist entscheidend!

Zwei andere Gespenster zwischen den meist vorkommenden Ängsten sind der Verlust von Fähigkeiten und der körperliche Verfall. Im höheren Alter lässt die Sehstärke nach, das Gehör registriert immer weniger hohe bzw. niedrige Töne und auch die Gelenke und Sehnen ertragen weniger Belastung. Nervig? Ja. Unüberwindlich? Nein! Sie entscheiden selbst, ob Sie sich darüber aufregen, wie alt Sie mit Brille, Hörgerät und Faltstock wirken oder ob Sie sich freuen, dass es heutzutage für alles Hilfen gibt, die das Leben auch im hohen Alter angenehmer machen. Viele Wehwehchen können herausgezögert oder gar vermieden werden, wenn Sie im jüngeren Alter bereits auf Ihre Gesundheit achten. Rauchen Sie nicht, damit Ihre Atemwege gesund bleiben und Sie die Treppe auch in 30 Jahren noch schaffen. Hören Sie Musik nicht zu laut, insbesondere wenn Sie Kopfhörer tragen. Halten Sie Ihre Muskeln und Gelenke durch ein gesundes Maß an Sport in Form.

Gestalten Sie Ihren Tagesablauf

586019_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deAuch die Angst vor Einsamkeit lebt unter den Befragten. Niemand will den Fernseher als letzten Ansprechpartner haben. Der Austausch mit Menschen ist eine der wichtigsten sozialen Komponenten Ihres Lebens und darf nicht vernachlässigt werden. Pflegen Sie deswegen Kontakte zu Ihren Verwandten, Freunden und Kollegen. Wenn Sie in Rente gehen, fällt auf einmal der berufliche Tagesablauf einschließlich der ganzen Kontaktmomente weg und das kann den Tag ziemlich langweilig machen. Haben Sie Ihre Kollegen nie besonders gemocht? Dann suchen Sie sich neue, indem Sie sich ehrenamtlich engagieren. Viele Vereine werden sich freuen, Sie mit ins Boot nehmen zu können.

Sozialen Umgang live pflegen

Telefonate und E-Mails können den echten zwischenmenschlichen Kontakt nicht ersetzen. Wohnen Ihre Verwandten und Freunde zu weit weg, um sie regelmäßig besuchen zu können? Dann suchen Sie andere Anlässe, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Viele Kommunen und Vereine organisieren Veranstaltungen zu allen möglichen Themen. „Seniorentreff“ klingt vielleicht erstmal abschreckend oder öde, aber die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass Sie auf Seelenverwandte stoßen werden.

Freuen Sie sich doch auf Ihren Alterungsprozess. Sie werden den Stress vom Arbeitsalltag hinter sich lassen und Ihre Zeit nutzen können, um Schönes mit Ihrem Partner zu unternehmen. Klar, Sie werden immer mal wieder mit Ihrem Alter konfrontiert werden. Aber hinter jeder Falte versteckt sich eine Geschichte voller Lebensweisheiten, die Sie Ihren Enkelkindern stolz erzählen können. Gestalten Sie Ihren Alltag so, wie er Ihnen am besten gefällt. Trauen Sie sich, sich nochmal in einem neuen Hobby auszuprobieren oder verlieben Sie sich neu. Kurz gefasst: Genießen Sie Ihr Leben. Selbstständig. Mit den Hilfsmitteln von Alippi.

Bildnachweis: Rainer Sturm – pixelio.de