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Haustiere für Senioren

Rentnerpaar mit Kaninchen

Das eigene Haustier ist nicht nur ein Interaktionspartner, Quell von Freude und erfordert Verantwortungsbewusstsein, sondern besonders für Senioren auch gesundheitsfördernd. Das tägliche Gassi gehen mit dem Hund bringt den Menschen nach draußen an die Luft. Ein Tier tut der Seele gut und beugt, z. B. nach dem Tod des Ehepartners der Einsamkeit vor und ist zugleich Seelentröster.

Wer sein Leben lang Haustiere besessen hat, für den ist auch der Schritt im Alter nicht groß, sich erneut Tiere zuzulegen. Die Entscheidung für einen tierischen Mitbewohner ist nie zu spät. Mit Geduld und Interesse, kann jeder ein liebevoller Tierhalter sein und den Bedürfnissen des Lebewesens gerecht werden.

Welches Haustier ist am besten geeignet?

Die Frage nach der idealen Tierart, ist eigentlich eine nach den persönlichen Präferenzen. Wer die Ruhe schätzt, das Tier lieber betrachtet, als mit ihm in Interaktion zu treten, wird sich an Fischen oder sogar Reptilien erfreuen. Kanarienvögel gelten als Spaßmacher und ideale Haustiere für Senioren, da sie  eine sehr enge Bindung zum Halter aufbauen können. Manche von ihnen kommunizieren sogar sprachlich mit dem neuen menschlichen Freund.

Die beliebtesten Haustiere in Deutschland sind Katzen und Hunde – auch bei Seniorinnen und Senioren. Hunde sind stets treue Begleiter, lernwillig und blicken zu ihrem Herrchen oder Frauchen auf. Außerdem können große Hunde Schutz bieten oder sogar als speziell geschulte Assistenzhunde ihren Besitzern im Alltag beistehen. Dies kann beispielsweise infolge eines Schlaganfalls oder Unfalls in Frage kommen.

Seniorin mit Hund

Ideale Haustiere für Senioren:

  • Katze
  • Hund
  • Kanarienvögel/Wellensittich
  • Fische
  • Nagetiere (Kaninchen, Hamster)
  • Reptilien (Schildkröten etc.)

Katzen und viele Nager sind eigenwilliger und möchten gelegentlich in Ruhe gelassen werden, spenden jedoch ebenso viel Lebensfreude. Eine verschmuste Katze beruhigt das Gemüt und lässt ältere Frauen und Männer aufblühen. Alleinstehenden Menschen fehlt im Alter oft auch körperlicher Kontakt und Nähe, die Stubentiger durch ihre ganz natürliche, ständige Kontaktaufnahme bieten können. Daher sind sie perfekte Haustiere für Senioren, deren Lebensumstände weniger soziale Kontakte beinhalten, als diese sich wünschen würden.

Pflegekräfte wissen, dass ein Tier im Pflegeheim wahre Wunder bewirken kann. Selbst Plüschtiere wie die Robbe Emma, eigentlich „Roboter-Robbe Paro“, begeistert alte und z. T. schwerkranke Menschen. Große Erfolge konnte diese Tierimitation hinsichtlich an Demenz erkrankten Senioren feiern. Sie bewirkte einen Abbau an Angst und Lethargie und förderte die soziale Aktivität.

Worauf ist zu achten – muss es ein eigenes Tier sein?

Bevor sich ein Rentner ein Tier anschafft, sollte sichergestellt sein, dass die Anforderungen des Tieres den Halter nicht überfordern. Ein Dackel ist klein, genügsam und in seiner Haltung günstig, aber auch dieser Hund benötigt Auslauf und eine bestimmte Menge an Zuwendung. Vornehmlich kleinere Hunderassen wie Zwergpudel, Chihuahuas oder Bichon Frise gelten als perfekte Haustiere für Senioren. Hauskatzen können sehr gut allein durch den Tag gehen, insbesondere wenn sie Freilauf haben. Dennoch sollte gewährleistet sein, dass die Arbeit, die das Halten des Tieres erfordert, bewältigt werden kann.

Seniorenpaar mit Katze

Wer sich nicht selbst als Tierbesitzer sieht, muss jedoch nicht auf den Umgang mit ihnen verzichten. Tierheime sind dankbar über jede Unterstützung, die sie erhalten. Betreutes Gassi gehen, Schmusen oder einfache Pflegearbeiten helfen den Vierbeinern und beleben den Senioren. Wer nicht über ausreichende Mobilität verfügt oder auf Pflege angewiesen ist, eventuell in Form von betreutem Wohnen, kann sich nach Tierbesuchsdiensten erkundigen, die das gewünschte Tier direkt ins eigene Zimmer bringen. Diese Haustiere für Senioren mit zeitlicher Begrenzung, können zum Highlight in der Wochenplanung der älteren Leute werden.

Auch im privaten Rahmen können sich ältere Menschen als Tiersitter engagieren und sich um Hunde oder Katzen kümmern, während der Halter des Haustieres berufsbedingt verhindert ist. Haustiere für Senioren können bei guter Organisation auch von mehreren Menschen abwechselnd betreut werden. In diesem Fall ist die Aufgabe dank der Arbeitsteilung weniger belastend und die Vorteile überwiegen.

Wer sich dazu entschließt, selbst ein Tier aufzunehmen, sollte sich in der Zoohandlung und beim Tierarzt über eine artgerechte Haltung informieren. Bestimmte Nager und vor allem Vögel sollten nie allein gehalten und immer mindestens paarweise angeschafft werden. Auch die Versorgung mit qualitativ hochwertiger und ausgewogener Tiernahrung sollte dem neuen Besitzer am Herzen liegen.

 

© aletia2011 – stock.adobe.com 

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