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Winterdepressionen bekämpfen

Winter Wetter Mann mit Schirm im Schnee

Trübe Tage, nasskaltes Novemberwetter, lange Nächte: Vielen Menschen fällt es in den Wintermonaten sehr schwer, aus dem Bett zu kommen. Es ist auch nicht selten, dass sich in den kalten Monaten trübe Gedanken und eine gedrückte Stimmung breitmachen. Solche Stimmungstiefs können durchaus bis in den Frühling anhalten. Allerdings gibt es mehrere Möglichkeiten, die Winterdepression zu bekämpfen oder ihr sogar vorzubeugen.

Was sind Winterdepressionen?

Es gibt sehr viele verschiedene Depressionsstörungen. Eine sehr weit verbreitete Form ist die Winterdepression – die auch „Winter Blues“ genannt wird. In der Fachsprache wird das Phänomen auch sehr gerne als eine „saisonal abhängige Depression“ beschrieben. Erst seit etwa 20 Jahren sind die Winterdepressionen tatsächlich als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt. Man geht davon aus, dass etwa neun Prozent der Bevölkerung zumindest unter einer leichten Form der Winterdepression leiden.

Warum leiden Menschen unter einer Winterdepression?

Die meisten Menschen kennen das Phänomen, dass die tägliche Stimmung maßgeblich von dem Wetter beeinflusst wird. Wenn die Sonne scheint, ist die Stimmung also automatisch auch besser. In den Wintermonaten wird es erst sehr spät hell, dafür aber auch entsprechend früh dunkel. Es ist kalt, nass und neblig – entsprechend zeigt sich der Gemütszustand.

Viele Betroffene berichten, dass sie sich antriebslos und niedergeschlagen fühlen. Das Schlafbedürfnis ist extrem groß und auch der Hunger auf Süßes nimmt zu. Die Winterdepression ist grundsätzlich eine abgeschwächte Form einer ganz klassischen Depression. Die depressiven Symptome treten allerdings nur zur Wintersaison auf und verschwinden dann auch wieder. Binnen 90 Tagen sollten die Symptome sich verbessern oder vollständig weg sein. Wenn das nicht zutrifft, dann ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Die depressiven Beschwerden können nämlich auch andere Ursachen haben – nicht selten handelt es sich um eine richtige Depression, die einer entsprechenden Behandlung bedarf.

Winterdepression: Behandlung

Die Behandlung einer Winterdepression kann mithilfe von verschiedenen Hausmitteln schon gelingen. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn es sich wirklich um eine saisonale Depression handelt. Es gibt mehrere Behandlungsoptionen.

Tageslicht Lampe mit Büchern und Brille

Lichttherapie

Die wichtigste Therapieform für Menschen, die unter einer Winterdepression leiden, ist die sogenannte Lichttherapie. Denn in vielen Fällen ist der Lichtmangel der Auslöser für die saisonale Depression. Bei diesem Verfahren bekommt der Patient ein spezielles Lichtgerät zur Verfügung gestellt, das Sonnenaufgänge sowie Sonnenuntergänge simuliert. Dadurch wird der Tag auf künstliche Weise verlängert und der Körper mit Licht versorgt. Diese Lichttherapie kann dazu beitragen, dass sich die Stimmung schon nach einigen Tagen merklich bessert.

Vitamine

Bei vielen Menschen hängt die Winterdepression damit zusammen, dass sie unter einem Vitaminmangel leiden. In den allermeisten Fällen handelt es sich um einen Vitamin D-Mangel. Das wird nur selten rechtzeitig erkannt. Wer jedoch zu Winterdepressionen neigt, sollte sich einmal durchchecken lassen und sein Augenmerk auf die Vitamine legen. Eventuell liegt hier ein Mangel vor, der sich dann mit Medikamenten behandeln lässt.

Antidepressiva

Bei sehr starken Winterdepressionen kann eine medikamentöse Behandlung notwendig sein. Dabei werden Medikamente verordnet, die auch bei einer normalen Depression eingenommen werden. Unterstützend hierzu ist eine psychotherapeutische Unterstützung nicht verkehrt.

Was kann man gegen Winterdepressionen noch tun?

Älteres Paar im Winter beim Spaziergang

In den trüben Monaten ist es wichtig, dass der Körper so viel Tageslicht wie möglich bekommt. Jeder schöne Tag im Winter sollte dementsprechend für einen Spaziergang genutzt werden. Das ist für Menschen mit einer Winterdepression umso wichtiger. Bestenfalls treibt man Sport im Freien. Die Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und das wirkt sich positiv auf die Winterdepression aus.

Vorbeugung ist ebenfalls ein entscheidendes Mittel zur Behandlung. Die meisten Fachleute empfehlen, bereits beim Einsetzen der ersten Symptome mit einer Lichttherapie zu beginnen – gerne auch schon im Herbst. Außerdem schadet es nicht, den Vitaminhaushalt überprüfen zu lassen oder darüber nachzudenken, ein leichtes Antidepressivum einzunehmen. Hier sollte ein Gespräch mit dem Arzt geführt werden.

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