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Zeckengefahr – Für Senioren ist der Schutz vor Zecken besonders wichtig

Schild mit Zeckenwarnung im Wald

Häufig ist das Immunsystem bei Senioren schwächer. Damit steigt auch das Risiko, dass die Folgen eines Zeckenbisses deutlich schwerwiegender ausfallen. Die Gefahr, die von Zecken ausgeht, sollte von älteren Menschen nicht unterschätzt werden.

Wir haben die wichtigsten Informationen zum Thema Zecken, Schutz vor Zecken und der Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) für Sie zusammengestellt.

Sommer, Sonne, Zeckengefahr

Mit dem Frühjahr freuen sich die meisten Menschen auf die Sonne und mit der Sonne auf die Zeit im Freien. Endlich mal wieder raus. Spazierengehen, im Grünen sitzen, Picknicken, all das ist jetzt wieder möglich. Doch leider steigt mit den Temperaturen auch die Zeckengefahr und Senioren sind besonders gefährdet. Mit dem Zeckenbiss können die Krankheiten Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen werden. Das Tückische an den Krankheiten, sie werden häufig viel zu spät erkannt und damit auch zu spät behandelt.

Der beste Zeckenschutz – Die richtige Kleidung und Wirkstoffe aus der Apotheke

Auf unbekleideter Haut haben Zecken ein leichtes Spiel. Auch wenn es im Frühjahr und Sommer schwerfällt, im Gras, im Wald und vor allem in Zeckengebieten sollten Sie sich richtig kleiden. Eine lange Hose, ein Oberteil mit langen Armen, das Sie am besten in die Hose stecken und festes Schuhwerk sind unbedingt zu empfehlen. Am besten stecken Sie auch die Hosenbeine in die Socken oder Schuhe. Der Weg für die Zecke, an die Haut zu gelangen, wird mit der richtigen Kleidung ungleich schwieriger. Wirkstoffe aus der Apotheke bieten weiteren Schutz. Zeckensprays werden vor dem Gang ins Freie auf die Haut aufgetragen. Achten Sie aber bitte unbedingt auf die Dauer der Wirkung. Beachten Sie: Zeckensprays ersetzen nicht die lange Kleidung!

Wieder Zuhause, sollten Sie die getragene Kleidung waschen und den Körper nach Zecken absuchen.

Warum sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis so gefährlich?

Generell sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis für jeden Menschen gefährlich. Da aber das Immunsystem bei älteren Menschen geschwächt ist oder sein kann, fallen die Krankheuten deutlich heftiger aus und können sogar tödlich sein.

Senior mit Impfpass beim ArztDie Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME-Infektion, wird hauptsächlich in Süddeutschland übertragen. Experten warnen aber, dass die Infektion auf dem Vormarsch in den Norden sei und Zecken immer häufiger in Stadtnähe und in Städten gefunden werden. Die Borreliose kann in ganz Deutschland übertragen werden.

Bei einer FSME-Infektion treten die Symptome in den ersten 7 bis 14 Tagen auf. Typisch für die FSME-Infektion sind Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und starke Müdigkeit / Abgeschlagenheit und allgemeines Unwohlsein. Da diese Symptome einer Grippe sehr ähnlich sind, lassen sie nicht sofort auf eine FSME-Infektion schließen.

Ist der Zeckenstich noch nicht bekannt, wird die FSME-Infektion häufig verschleppt und zu spät behandelt. Die Folge der Infektion kann eine Hirnhautentzündung sein, die dann schnellstmöglich behandelt werden muss.

Wie erkennen Sie einen Zeckenstich und wann müssen Sie handeln?

Am einfachsten zu erkennen ist der Zeckenstich, wenn die Zecke noch im Körper steckt. Sie sehen dann einen kleinen schwarzen Punkt. Die Zecke muss im Ganzen entfernt werden, am besten mit einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentferner, den Sie in der Apotheke kaufen können. Wenn Sie sich nicht sicher sind, suchen Sie Ihren Hausarzt auf.

Bildet sich um den Zeckenstich ein heller roter Ring oder Doppelring, suchen Sie sofort Ihren Hausarzt auf. Der Hausarzt kann mit einem serologischen Test nachweisen, ob Sie sich mit Borreliose infiziert haben. Mit einer Antibiotika-Behandlung kann die Borreliose in den meisten Fällen sehr gut behandelt und Spätfolgen vermieden werden.

Bemerken Sie nach einem Ausflug, Spaziergang oder anderen Aufenthalt im Freien, die bereits unter FSME beschriebenen Symptome, suchen Sie ebenfalls umgehend einen Arzt auf und weisen Sie ihn auf eine mögliche Infektion durch Zecken hin.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen FSME für Senioren

Eintrag im Kalender: FSME-ImpfungDer beste Schutz für Senioren gegen FSME ist die Impfung, so das Robert-Koch-Institut. Vor allem wird die FSME Impfung empfohlen, wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen oder dort Ihren Urlaub verbringen.

Für unter 60-jährige wird die Impfung alle drei bis fünf Jahre empfohlen, für über 60-jährige grundsätzlich alle drei Jahre, weil der Impfschutz ab diesem Alter kürzer wirkt.

Geimpft wird in drei Intervallen. Die zweite Impfung erfolgt ein bis drei Monate nach der ersten Impfung. Nach der zweiten Impfung besteht bereits ein Schutz für geplante Reisen. Die dritte Impfung erfolgt entweder fünf bis zwölf oder neun bis zwölf Monate später nach der zweiten Impfung. Der Zeitraum ist abhängig vom Impfstoff.

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