
SENKFUSSEINLAGEN
MEHR STABILITÄT UND KOMFORT, WENN DAS FUSSGEWÖLBE NACHGIBT
Wenn die Füße schneller müde werden, der Innenrand schmerzt oder sich das Gehen instabil anfühlt, steckt häufig eine Fußfehlstellung dahinter. Beim Senkfuß sinkt das Längsgewölbe ab – die natürliche Fußstatik verändert sich. Das kann nicht nur den Fuß selbst belasten, sondern sich auch auf Knie, Hüfte und Rücken auswirken. Senkfußeinlagen können hier gezielt unterstützen: Sie können das Fußgewölbe entlasten, die Belastung besser verteilen und den Fuß im Alltag stabilisieren – abgestimmt auf Ihre Beschwerden und Ihre Schuhe.
Inhaltsverzeichnis:
- Der Senkfuß als Indikation für orthopädische Einlagen
- Was ist ein Senkfuß?
- Ursachen
- Symptome
- Mögliche Folgen
- Diese Einlagen helfen bei Senkfuß
- Orthopädische Einlagen bei Senkfuß: Warum die individuelle Anpassung entscheidend ist
- Senkfußeinlagen auf Rezept: Geht das?
- So kommen Sie zu Ihren Senkfußeinlagen bei Alippi
- FAQ
Der Senkfuß als Indikation für orthopädische Einlagen
Wenn das Fußgewölbe nachgibt, verändert sich die Statik des gesamten Fußes – und damit oft auch die Belastung beim Gehen und Stehen. Das kann zu Ermüdung, Druckstellen oder Schmerzen führen, manchmal auch mit Auswirkungen auf Knie, Hüfte oder Rücken. Individuell angepasste Senkfußeinlagen können den Fuß dabei unterstützen, wieder mehr Halt zu finden und Belastungen besser zu verteilen.
WAS IST EIN senkFUß
Der Senkfuß (Pes planovalgus) ist eine Fußfehlstellung, bei der das Längsgewölbe des Fußes sichtbar oder spürbar absinkt. Anders als beim Plattfuß ist das Gewölbe beim Senkfuß meist nicht vollständig „verschwunden“, sondern deutlich abgeflacht – oft vor allem unter Belastung.

Wichtig zu wissen:
Ein Senkfuß kann flexibel sein, wobei das Gewölbe im Sitzen eher erkennbar ist, beim Stehen jedoch absinkt. Oder er ist strukturell/fixiert. Dabei bleibt die Abflachung dauerhaft bestehen. Je nachdem unterscheiden sich Bedarf und Art der Versorgung.
URSACHEN
Ein Senkfuß kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Häufige Ursachen bzw. begünstigende Faktoren sind:
- Bindegewebsschwäche oder muskuläre Schwäche
- Überlastung durch langes Stehen, viel Gehen oder sportliche Belastung
- Übergewicht, das die Strukturen zusätzlich beansprucht
- ungeeignetes Schuhwerk
- altersbedingte Veränderungen und nachlassende Stabilität
- Kombination mit anderen Fehlstellungen, z. B. Knickfuß oder Spreizfuß
SYMPTOME
Nicht jeder Senkfuß verursacht sofort Schmerzen. Häufig entwickeln sich Beschwerden schleichend – besonders bei viel Stehen, längeren Gehstrecken oder ungeeignetem Schuhwerk. Typische Senkfuß-Symptome können sein:
- Druck- oder Ziehgefühl am Innenrand des Fußes – häufig im Bereich des Fußgewölbes
- Schmerzen an der Ferse oder im Mittelfuß, manchmal auch im Vorfuß
- schnelle Ermüdung der Füße beim Gehen oder Stehen
- das Gefühl, nach innen wegzuknicken oder unsicher aufzutreten
- Beschwerden, die sich nach Belastung verstärken, z. B. nach einem Arbeitstag
- Folgebeschwerden in Knie, Hüfte oder Rücken, wenn die Beinachse dauerhaft ungünstig belastet wird
Wenn Sie solche Symptome bei sich feststellen, kann eine orthopädische Abklärung sinnvoll sein – besonders dann, wenn die Beschwerden wiederkehren oder zunehmen.
MÖGLICHE FOLGEN
Bleibt ein Senkfuß über längere Zeit ohne passende Unterstützung, kann es zu dauerhaften Fehlbelastungen kommen. Dadurch können Sehnen, Gelenke und Faszien stärker beansprucht werden. Bei manchen Betroffenen nehmen Schmerzen, Instabilität und die Neigung zu Überlastungsbeschwerden zu – nicht nur im Fuß, sondern entlang der gesamten Beinachse. Eine passende Versorgung kann helfen, ungünstige Belastungsmuster zu reduzieren.
DIESE EINLAGEN HELFEN BEI senkfuss
Welche Einlagen einen Senkfuß sinnvoll unterstützen, hängt immer davon ab, wie ausgeprägt die Fehlstellung ist, wie empfindlich Ihre Füße reagieren und wie Ihr Alltag aussieht. Dabei ist zum Beispiel entscheidend, ob Sie spezielle Arbeitsschuhe tragen, wie groß Ihre sportliche Belastung ist und wie viel Sie stehen. Häufig werden folgende Einlegesohlen bei Senkfuß empfohlen:
WEICHPOLSTERBETTUNGSEINLAGEN
Weichpolsterbettungseinlagen sind besonders dann interessant, wenn Druckempfindlichkeit, brennende Fußsohlen oder schmerzhafte Bereiche im Vordergrund stehen. Durch die weiche, elastische Bettung kann Druck gleichmäßiger verteilt werden. Oft werden sie nach Abdruck gefertigt und können – je nach Verordnung – rezeptfähig sein.
ELASTISCHE BETTUNGSEINLAGEN
Elastische Bettungseinlagen kombinieren eine spürbar komfortable Dämpfung mit flexibler Unterstützung. Das Material kann sich der natürlichen Fußbewegung anpassen, wodurch ein dynamisches Abrollgefühl möglich ist. Für viele Menschen ist das angenehm, wenn sie viel unterwegs sind und dennoch Unterstützung für das abgesunkene Gewölbe brauchen.
STÜTZENDE EINLAGEN
Stützende Einlagen zielen darauf ab, das Längsgewölbe gezielt zu unterstützen und den Fuß in eine günstigere Position zu begleiten. Dadurch kann sich die Lastverteilung verändern – was bei wiederkehrenden Beschwerden eine spürbare Entlastung ermöglichen kann, vor allem bei längeren Steh- und Gehzeiten.
SCHALENEINLAGEN
Schaleneinlagen bieten eine festere Führung und mehr Stabilität, da sie den Rückfuß stärker umschließen. Sie können besonders geeignet sein, wenn der Fuß deutlich nach innen einsinkt oder wenn eine Kombination aus Senkfuß und weiterer Fehlstellung vorliegt und mehr Führung erforderlich ist.
SENSOMOTORISCHE EINLAGEN
Sensomotorische Einlagen arbeiten nicht nur passiv stützend, sondern können über gezielte Reize die Fußmuskulatur und Bewegungssteuerung ansprechen. Das kann sinnvoll sein, wenn muskuläre Schwächen, Koordination oder ein funktionelles „Wegknicken“ eine Rolle spielen.
BETTUNGSEINLAGEN FÜR DEN SPORT
Beim Sport wirken höhere Kräfte auf den Fuß – gerade bei Senkfuß kann das schneller zu Überlastung führen. Sporteinlagen können das Gewölbe stabilisieren, Stoßbelastungen reduzieren und die Belastung besser führen – abgestimmt auf Sportart, Schuhe und Bewegungsablauf.
BETTUNGSEINLAGEN FÜR ARBEITSSCHUHE
Wer beruflich viel steht oder geht, braucht oft eine robuste Lösung. Einlagen für Arbeitsschuhe können stützende Elemente mit dämpfenden Komfortzonen kombinieren – damit die Füße über den Tag hinweg weniger schnell ermüden und Druckstellen seltener werden.
Orthopädische Einlagen bei Senkfuß: Warum die individuelle Anpassung entscheidend ist
Standard-Einlagen von der Stange können sich manchmal angenehm anfühlen – aber sie ersetzen selten eine echte, auf Ihre Fußform abgestimmte Versorgung. Bei orthopädischen Einlagen gegen Senkfuß ist die Passform besonders wichtig, weil schon kleine Unterschiede in Gewölbehöhe, Fersenstellung oder Druckverteilung darüber entscheiden können, ob die Einlage gut unterstützt oder eher stört.
Im Sanitätsfachhandel wird deshalb häufig so vorgegangen:
- Analyse Ihrer Fußstellung (z. B. im Stand und beim Gehen)
- Abdrucknahme bzw. digitale Messung
- Auswahl des geeigneten Einlagentyps und Materials
- individuelle Fertigung und Feinanpassung im Schuh
So kann eine Einlage entstehen, die optimal korrigiert und stabilisiert – passend zu Ihrem Alltag.

Senkfußeinlagen auf Rezept: Geht das?
In vielen Fällen können Einlagen ärztlich verordnet werden, etwa wenn Beschwerden vorliegen oder eine Fußfehlstellung medizinisch diagnostiziert wurde. Ob und in welchem Umfang die Krankenkasse Kosten übernimmt, hängt von Verordnung und Versorgung ab. Bei Alippi unterstützen wir Sie gern bei der Abwicklung, wenn Sie ein Rezept mitbringen.
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Wenn Sie sich individuell angepasste Einlagen im Sanitätshaus anfertigen lassen wollen, kommen Sie direkt in eine unserer fünf Orthopädieschuhtechnik-Filialen. Unsere Fachberater stehen Ihnen dort persönlich zur Verfügung:
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Alternativ können Sie aber auch in jeder anderen Alippi-Filiale einen Abdruck Ihres Fußes für Einlagen machen lassen. Diese schicken wir dann in unsere Orthopädieschuhtechnik-Filiale ein.
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FAQ
Senkfußeinlagen können sinnvoll sein, wenn der Senkfuß Beschwerden verursacht oder zu Überlastung führt. Sie können das Gewölbe unterstützen, Druck verteilen und dadurch Ihren Körper womöglich im Alltag entlasten. Ob und welche Einlage passt, sollte idealerweise nach einer fachlichen Analyse entschieden werden.
Wenn typische Senkfuß-Symptome wie Schmerzen am Innenrand, schnelle Ermüdung oder Instabilität auftreten, kann das ein Hinweis sein. Eine klare Diagnose kann eine orthopädische Untersuchung liefern – im Sanitätshaus prüfen wir gern, welche Versorgung in Ihrem Fall praktikabel ist.
Die beste Einlage gibt es nicht pauschal. Das ist stets ganz individuell und hängt vor allem von Ihren Beschwerden, Ihrem persönlichen Empfinden und Ihren Lebensumständen ab. Für manche stehen Komfort und Druckentlastung im Vordergrund (Weichpolsterbettung), andere benötigen mehr Führung (Schaleneinlagen) oder eine aktive muskuläre Ansprache (sensomotorische Einlagen). Entscheidend sind Ausprägung, Alltag und auch Ihr Schuhwerk.
Viele Einlagen lassen sich in Alltagsschuhen gut tragen. Bei sehr flachen Schuhen oder bei speziellen Modellen (z. B. Sicherheitsschuhen) braucht es jedoch oft eine passende Bauform – hier sind Einlagen für Arbeitsschuhe bzw. eine schuhbezogene Anpassung sinnvoll.
Das ist höchst individuell. Manche spüren schnell Entlastung, andere brauchen einige Tage bis wenige Wochen, bis sich das Tragen normal anfühlt. Häufig hilft ein schrittweises Eintragen, indem Sie die Einlagen anfangs stundenweise nutzen.
Nicht zwingend – aber eine maßgefertigte Versorgung kann Vorteile haben, weil sie Form, Stützzonen und Material exakt auf Ihren Fuß abstimmt. Besonders bei stärkeren Beschwerden oder deutlicher Fehlstellung ist eine individuelle Anpassung oft sinnvoll.